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pagan

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
pagan
Worttrennung
pa·gan

Als religiöse Zuordnung gewöhnlich ohne Steigerung. Vergleichsformen können eine stärkere pagane Prägung meinen; die konkreten Vorstellungen oder Motive sind dafür zu benennen.

Formen und Verwendung im Detail

Pagan bedeutet heidnisch beziehungsweise auf entsprechende religiöse Traditionen bezogen. Der Ausdruck begegnet in historischen Beschreibungen und als heutige Selbstbezeichnung.

Was bedeutet pagan?

In Texten über die Antike bezeichnet pagan häufig religiöse Vorstellungen und Praktiken außerhalb des Christentums, etwa im griechisch-römischen Umfeld. Der Ausdruck hat eine Geschichte als Fremdbezeichnung. Deshalb ist es wichtig, die Perspektive des jeweiligen Textes zu beachten.

Heute bezeichnen sich auch Menschen und Gruppen selbst als pagan. Darunter bestehen unterschiedliche religiöse Richtungen und Vorstellungen. Das Adjektiv benennt daher keine überall einheitliche Lehre und erlaubt keinen sicheren Schluss auf alle Überzeugungen einer Person.

Pagan bedeutet insbesondere nicht einfach atheistisch. Eine pagane Tradition kann Götter, Göttinnen oder andere religiöse Vorstellungen einbeziehen. Auch ist nicht jede nichtchristliche Religion automatisch sachgerecht mit diesem Wort beschrieben. Die konkrete Selbstbezeichnung und der historische Kontext sind maßgeblich.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Darstellung untersucht pagane Kulte der Antike.“ Der historische Bezugsrahmen grenzt die Verwendung ein.
  • „Die Gruppe beschreibt ihre eigene religiöse Praxis als pagan.“ Hier liegt eine Selbstbezeichnung vor.
  • „Der Text stellt christliche und pagane Deutungen nebeneinander.“ Die Gegenüberstellung muss aus ihrem historischen Zusammenhang verstanden werden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Polytheistisch bedeutet auf mehrere Gottheiten bezogen. Pagan und polytheistisch überschneiden sich in vielen Zusammenhängen, sind aber keine ausnahmslos austauschbaren Wörter.

Atheistisch betrifft das Nichtvorhandensein beziehungsweise die Ablehnung eines Götterglaubens. Das ist etwas anderes als eine pagane religiöse Orientierung.

Schreibweise und Grammatik

Pagan wird mit einfachem g geschrieben: eine pagane Tradition. Als Adjektiv bleibt es klein; ein substantivierter Gebrauch wie die Paganen wird großgeschrieben.

Steigerung

Als religiöse Zuordnung wird pagan meist nicht gesteigert. Formen wie paganer können vergleichend eine stärkere Prägung meinen, brauchen dann aber eine Erklärung des Maßstabs.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpaganerpaganepaganespagane
Genitivpaganenpaganerpaganenpaganer
Dativpaganempaganerpaganempaganen
Akkusativpaganenpaganepaganespagane
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpaganepaganepaganepaganen
Genitivpaganenpaganenpaganenpaganen
Dativpaganenpaganenpaganenpaganen
Akkusativpaganenpaganepaganepaganen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpaganerpaganepaganespaganen
Genitivpaganenpaganenpaganenpaganen
Dativpaganenpaganenpaganenpaganen
Akkusativpaganenpaganepaganespaganen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Ausstellung werden mehrere antike Kultgegenstände erläutert. Ein Begleittext ordnet sie als pagan ein und nennt jeweils die konkrete Tradition, aus der sie stammen.

Die Bezeichnung pagan bildet einen historischen Oberbegriff. Erst die ergänzten Angaben zeigen, welche unterschiedlichen Vorstellungen und Praktiken tatsächlich gemeint sind.

Der Oberbegriff darf die Unterschiede nicht verdecken. Ebenso sollte die Analyse eine historische Fremdbezeichnung von einer heutigen Selbstbeschreibung unterscheiden.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.