panegyrisch

Panegyrisch bedeutet nachdrücklich rühmend oder überschwänglich lobend. Das Wort wird häufig gebraucht, wenn eine Darstellung sehr einseitig lobt.

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Was bedeutet panegyrisch?

Eine panegyrische Rede hebt Vorzüge, Leistungen oder Verdienste besonders stark hervor. Sie kann aus einem feierlichen Anlass gehalten werden. Das Adjektiv beschreibt die Art des Lobes und die Ausrichtung der Darstellung.

In einer kritischen Besprechung deutet panegyrisch oft auf Übermaß oder fehlende Distanz hin: Schwächen werden ausgelassen, Erfolge stark vergrößert oder einzelne Verdienste zu einem Bild nahezu vollständiger Vollkommenheit verdichtet.

Nicht jedes begründete Lob ist deshalb panegyrisch. Für eine Analyse sollte gezeigt werden, wie stark die Darstellung idealisiert und ob andere Seiten überhaupt Raum erhalten. Die bloße Erwähnung einer Leistung reicht nicht aus.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Festrede nimmt einen panegyrischen Ton an und reiht Superlative aneinander.“ Die sprachliche Überhöhung stützt die Beschreibung als überschwängliches Lob.
  • „Der Rückblick wirkt panegyrisch, weil er jeden Misserfolg unerwähnt lässt.“ Die einseitige Auswahl der Ereignisse trägt die Wertung.
  • „Ihre Würdigung bleibt anerkennend, ohne panegyrisch zu werden.“ Begründetes Lob wird von einer überhöhten Lobdarstellung unterschieden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Lobend ist allgemeiner und neutraler. Panegyrisch hebt eine rühmende, oft überschwängliche Form des Lobes hervor.

Schmeichlerisch kann die Absicht nahelegen, sich durch Lob einen Vorteil zu verschaffen. Eine panegyrische Darstellung kann so eingesetzt werden, doch diese Absicht folgt nicht allein aus ihrem Ton.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet panegyrisch mit y. Formen sind eine panegyrische Rede, ein panegyrischer Rückblick und panegyrisch schildern. Das Wort gehört vor allem zum gehobenen und literaturwissenschaftlichen Sprachgebrauch.

Steigerung

Gewöhnlich wird die Grundform gebraucht. Für Abstufungen ist noch überschwänglicher lobend oder stärker idealisierend verständlicher als eine seltene Steigerungsform.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpanegyrischerpanegyrischepanegyrischespanegyrische
Genitivpanegyrischenpanegyrischerpanegyrischenpanegyrischer
Dativpanegyrischempanegyrischerpanegyrischempanegyrischen
Akkusativpanegyrischenpanegyrischepanegyrischespanegyrische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpanegyrischepanegyrischepanegyrischepanegyrischen
Genitivpanegyrischenpanegyrischenpanegyrischenpanegyrischen
Dativpanegyrischenpanegyrischenpanegyrischenpanegyrischen
Akkusativpanegyrischenpanegyrischepanegyrischepanegyrischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpanegyrischerpanegyrischepanegyrischespanegyrischen
Genitivpanegyrischenpanegyrischenpanegyrischenpanegyrischen
Dativpanegyrischenpanegyrischenpanegyrischenpanegyrischen
Akkusativpanegyrischenpanegyrischepanegyrischespanegyrischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Festschrift wird ein Vereinsgründer ausschließlich als mutig, weitsichtig und selbstlos dargestellt. Jede Entscheidung erscheint als Erfolg; Streit und Irrtümer werden ausgeblendet.

Der Text ist panegyrisch angelegt: Er reiht uneingeschränkt positive Urteile aneinander und lässt widersprechende Erfahrungen unberücksichtigt. Dadurch entsteht eine idealisierte Würdigung.

Die Erklärung nennt die Auswahl und Bewertung als konkrete Merkmale. Ob der Verfasser bewusst täuscht oder seinem Gegenstand aufrichtig bewundernd gegenübersteht, bleibt damit offen.

Miniübung: Ist jede positive Bewertung panegyrisch?

Nein. Entscheidend sind der stark rühmende Ton und, im kritischen Gebrauch, das Übermaß oder die Einseitigkeit des Lobes.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.