papabel

Papabel bedeutet als möglicher künftiger Papst in Betracht kommend. Häufig beschreibt das Wort eine Einschätzung von Eignung oder Wahlchancen.

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Was bedeutet papabel?

Papabel wird vor allem in Berichten und Diskussionen über eine Papstwahl verwendet. Wer einen Kardinal so bezeichnet, hält ihn für einen möglichen Kandidaten. Die Aussage kann von Beobachtenden stammen; sie bedeutet nicht, dass die betreffende Person selbst eine Kandidatur erklärt hat.

Zwischen grundsätzlicher Eignung und erwarteten Wahlchancen ist zu unterscheiden. In einem Bericht kann papabel besonders die Vermutung ausdrücken, jemand habe Aussicht auf eine Wahl. Damit ist noch kein Wahlergebnis vorweggenommen.

Die aus dem Italienischen übernommene Form papabile wird im Deutschen im gleichen Bedeutungszusammenhang verwendet, besonders in der Verbindung als papabile gelten. Eine genaue Darstellung sollte benennen, wessen Einschätzung wiedergegeben wird.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Einige Beobachter halten den Kardinal für papabel.“ Die Einschätzung wird einer bestimmten Gruppe zugeschrieben.
  • „In dem Bericht werden mehrere papable Kandidaten genannt.“ Papabel benennt mögliche Kandidaten, keinen bereits gewählten Papst.
  • „Er galt als papabile, wurde aber nicht gewählt.“ Eine vorherige Einschätzung garantiert keinen Wahlerfolg.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Papstfähig ist eine deutsche Entsprechung. Die Ausdrücke können im selben Zusammenhang stehen.

Gewählt beschreibt ein feststehendes Ergebnis. Papabel bezeichnet eine Möglichkeit beziehungsweise Einschätzung im Vorfeld.

Schreibweise und Grammatik

Papabel wird bei der Beugung zu papabl-: ein papabler Kandidat, die papablen Kandidaten. Die Grundform lautet weiterhin papabel. Bei er gilt als papabile steht die übernommene Form unverändert.

Steigerung

Als Zuordnung zu möglichen Kandidaten wird papabel gewöhnlich nicht gesteigert. Präziser ist häufig: Ihm werden größere Wahlchancen zugeschrieben.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpapablerpapablepapablespapable
Genitivpapablenpapablerpapablenpapabler
Dativpapablempapablerpapablempapablen
Akkusativpapablenpapablepapablespapable
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpapablepapablepapablepapablen
Genitivpapablenpapablenpapablenpapablen
Dativpapablenpapablenpapablenpapablen
Akkusativpapablenpapablepapablepapablen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpapablerpapablepapablespapablen
Genitivpapablenpapablenpapablenpapablen
Dativpapablenpapablenpapablenpapablen
Akkusativpapablenpapablepapablespapablen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Leseübung nennt ein Bericht drei Personen, die von Beobachtern als papabel eingeschätzt werden. Ein Schüler notiert daraufhin, alle drei hätten sich offiziell um das Amt beworben.

Die Notiz behauptet mehr als der Bericht: Papabel beschreibt hier zugeschriebene Chancen. Eine eigene Bewerbung wird dadurch nicht belegt.

Auch die Zahl der Nennungen ist kein verlässlicher Nachweis für das spätere Wahlergebnis.

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