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parietal

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
parietal
Worttrennung
pa·ri·e·tal

Die anatomische Zuordnung wird gewöhnlich nicht gesteigert. Eine präzisere Ortsangabe nennt die Struktur und gegebenenfalls einen benachbarten Bezugspunkt.

Formen und Verwendung im Detail

Parietal bedeutet anatomisch wandseitig oder zu einer Körper- beziehungsweise Organwand gehörend; am Kopf kann es den Scheitelbereich betreffen.

Was bedeutet parietal?

Die Bedeutung wird durch die anatomische Struktur bestimmt. Bei einer Auskleidung von Körperhöhlen bezeichnet parietal die wandseitige Lage. Ein parietales Blatt liegt damit anders als ein unmittelbar einem Organ aufliegendes Blatt.

Im Zusammenhang mit dem Schädel oder Gehirn bezeichnet parietal den Scheitelbereich, etwa beim Scheitelbein oder Parietallappen. Der Ausdruck bedeutet deshalb nicht an jeder Stelle dasselbe wie außen. Eine genaue Erklärung nennt stets die betreffende Struktur.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Zeichnung markiert das parietale Blatt an der Wand der Körperhöhle.“ Der Begriff beschreibt die wandseitige Lage.
  • „Die Abbildung zeigt eine parietale Region des Schädels.“ Hier ist der Scheitelbereich gemeint.
  • „Der Text ergänzt zu parietal die genaue anatomische Struktur.“ Dadurch wird erkennbar, welche Verwendung vorliegt.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Viszeral bedeutet die inneren Organe betreffend. Bei bestimmten Häuten unterscheidet man ein wandseitiges parietales und ein organseitiges viszerales Blatt.

Ventral bezeichnet die Bauchseite beziehungsweise eine entsprechende Richtung. Es ist keine Entsprechung von parietal.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet parietal mit ie. Formen sind eine parietale Schicht und ein parietaler Bereich. Der Fachausdruck Parietallappen wird als Nomen großgeschrieben.

Steigerung

Die anatomische Zuordnung wird gewöhnlich nicht gesteigert. Eine präzisere Ortsangabe nennt die Struktur und gegebenenfalls einen benachbarten Bezugspunkt.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativparietalerparietaleparietalesparietale
Genitivparietalenparietalerparietalenparietaler
Dativparietalemparietalerparietalemparietalen
Akkusativparietalenparietaleparietalesparietale
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativparietaleparietaleparietaleparietalen
Genitivparietalenparietalenparietalenparietalen
Dativparietalenparietalenparietalenparietalen
Akkusativparietalenparietaleparietaleparietalen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativparietalerparietaleparietalesparietalen
Genitivparietalenparietalenparietalenparietalen
Dativparietalenparietalenparietalenparietalen
Akkusativparietalenparietaleparietalesparietalen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Lernkarte steht nur „parietal = außen“. Beim Vergleich zweier Zeichnungen fällt auf, dass einmal eine Körperhöhlenwand und einmal der Scheitelbereich gemeint ist.

Die überarbeitete Karte unterscheidet wandseitig und zum Scheitelbereich gehörend. Erst das Bezugswort entscheidet, welche Erklärung passt.

Das Beispiel zeigt die Grenzen einer zu knappen Übersetzung. Es führt keine Krankheitsbedeutung ein, wo lediglich eine Lage beschrieben wird.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.