Meine Wörter

passend

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
passend
Worttrennung
pas·send
Komparativ
passender
Superlativ
am passendsten

Die Steigerung lautet passend – passender – am passendsten. Sie ist sinnvoll, wenn mehrere Möglichkeiten unterschiedlich gut zu den genannten Anforderungen passen. Der Maßstab sollte erkennbar sein.

Formen und Verwendung im Detail

Passend bedeutet mit etwas vereinbar, dafür geeignet oder den Umständen angemessen.

Was bedeutet passend?

Ein passender Schlüssel lässt sich für ein bestimmtes Schloss verwenden. Ein passendes Kleidungsstück hat die benötigte Größe oder sitzt gut. In solchen Fällen betrifft das Wort eine konkrete Übereinstimmung zwischen Gegenständen oder Anforderungen.

Bei Worten, Verhalten oder Gelegenheiten ist die Bedeutung weiter. Eine passende Bemerkung berücksichtigt Anlass, Beteiligte und Absicht. Eine Formulierung kann für ein Gespräch geeignet sein und in einer anderen Situation unangebracht wirken.

Deshalb ist passend keine allgemeine Eigenschaft ohne Bezug. Die hilfreiche Frage lautet immer: passend wozu, wofür oder für wen? Beim Schreiben lassen sich so bloße Geschmacksurteile durch nachvollziehbare Kriterien ersetzen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Sie findet den passenden Schlüssel für den Schrank.“ Der Schlüssel passt zu einem bestimmten Schloss.
  • „Für den sachlichen Bericht wählt er eine passende, zurückhaltende Formulierung.“ Die Wortwahl entspricht der Textsorte und ihrem Zweck.
  • „Der Scherz ist im Freundeskreis passend, während der Trauerrede wäre er es nicht.“ Dieselbe Äußerung wird je nach Anlass unterschiedlich bewertet.

Synonyme für passend: passend zum Zusammenhang

Ein passendes Wort ist immer passend zu etwas: zu einer Absicht, einem Anlass, einer Größe oder einer Form. Wähle ein Ersatzwort, das diesen Bezug erhält. Ein schöner Schuh muss nicht passen; eine sachlich richtige Antwort kann für ein vertrauliches Gespräch trotzdem unpassend formuliert sein.

Welches Wort passt für passend?
AlternativePasst beiUnterschied
geeignetetwas für einen bestimmten Zweck verwendenBetont die Verwendbarkeit, nicht unbedingt eine genaue Form- oder Stilübereinstimmung.
angemessenVerhalten oder Sprache im Verhältnis zum AnlassBezieht gesellschaftliche Erwartungen und die beteiligten Personen ein.
stimmigein Gesamtbild oder einen ZusammenhangHebt das harmonische Zusammenwirken hervor; technische Passgenauigkeit bleibt eine eigene Frage.
passgenauMaße und Formen, die exakt zusammenpassenIst enger und präziser als eine bloße Eignung.

Im Satz vergleichen: Die folgenden Beispiele sind eigens formuliert.

Ausgangssatz: Für die Trauerkarte wählt sie passende Worte.

Alternative: Für die Trauerkarte wählt sie angemessene Worte.

Angemessen macht den sensiblen Anlass zum Maßstab. „Richtige Worte“ wäre stärker und könnte so wirken, als gebe es nur eine zulässige Formulierung.

Ausgangssatz: Das Ersatzteil ist passend für dieses Modell.

Alternative: Das Ersatzteil ist für dieses Modell geeignet.

Die zweite Fassung bestätigt die Verwendbarkeit. Wenn es ausdrücklich um exakt übereinstimmende Maße geht, wäre passgenau genauer; geeignet allein nennt diese Eigenschaft nicht.

Weitere Abgrenzungen: Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Geeignet richtet den Blick auf die Verwendbarkeit für einen Zweck. Passend kann zusätzlich die Übereinstimmung von Größe, Form, Stil oder Situation hervorheben.

Angemessen betont besonders das stimmige Verhältnis zu Umständen, Anforderungen oder Erwartungen. Die Wörter überschneiden sich, lassen sich aber nicht in jeder Verbindung austauschen.

Etwas Passendes: die richtige Großschreibung

In etwas Passendes wird Passendes großgeschrieben. Es ist ein substantiviertes Adjektiv und bezeichnet eine geeignete Sache: „Für die Feier suche ich noch etwas Passendes.“ Der Zusammenhang muss erklären, ob Kleidung, ein Geschenk oder eine Formulierung gemeint ist.

Vor einem Nomen bleibt passend klein: ein passendes Geschenk. Die Form etwas passend machen enthält ebenfalls Kleinschreibung, wenn passend das Machen näher bestimmt: Ein Gegenstand wird so verändert, dass er passt. Das ist eine andere Konstruktion als „etwas Passendes machen“.

Die Endung -es in etwas Passendes gehört zur substantivierten Form im Nominativ oder Akkusativ Neutrum. Nach mit heißt es beispielsweise mit etwas Passendem. Ein eigener Beispielsatz zeigt den Unterschied: „Ich habe etwas Passendes gefunden und ergänze die Karte mit etwas Persönlichem.“ Beide großgeschriebenen Wörter übernehmen selbst die Rolle eines Nomens.

Schreibweise und Grammatik

Passend wird mit ss geschrieben und geht auf das Partizip I von passen zurück. Üblich sind eine passende Antwort, passend zum Anlass und eine für Kinder passende Erklärung.

Steigerung

Die Steigerung lautet passend – passender – am passendsten. Sie ist sinnvoll, wenn mehrere Möglichkeiten unterschiedlich gut zu den genannten Anforderungen passen. Der Maßstab sollte erkennbar sein.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpassenderpassendepassendespassende
Genitivpassendenpassenderpassendenpassender
Dativpassendempassenderpassendempassenden
Akkusativpassendenpassendepassendespassende
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpassendepassendepassendepassenden
Genitivpassendenpassendenpassendenpassenden
Dativpassendenpassendenpassendenpassenden
Akkusativpassendenpassendepassendepassenden
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpassenderpassendepassendespassenden
Genitivpassendenpassendenpassendenpassenden
Dativpassendenpassendenpassendenpassenden
Akkusativpassendenpassendepassendespassenden

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Für eine erfundene Einladung zu einem ruhigen Leseabend stehen zwei Überschriften zur Wahl: eine laute Werbezeile und eine schlichte Ankündigung von Buch, Ort und Zeit.

Die schlichte Ankündigung ist hier passender, weil sie den ruhigen Charakter des Abends aufgreift und die benötigten Informationen unmittelbar vermittelt.

Die Begründung stellt den Bezug zwischen Formulierung und Anlass her. Sie behauptet nicht, dass eine auffällige Überschrift grundsätzlich schlechter wäre.

Miniübung: Welche Ergänzung macht „Das Wort ist passend“ genauer?

Nenne den Zweck oder Zusammenhang, etwa „für eine sachliche Beschreibung“ oder „zum freundlichen Ton des Gesprächs“.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.

← Stichwörter mit E