pastös

Pastös bedeutet pastenartig, also von einer dicken, streichbaren Konsistenz.

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Was bedeutet pastös?

Pastös beschreibt beispielsweise eine Masse, die sich verstreichen oder auftragen lässt, aber nicht wie eine dünne Flüssigkeit fließt. Bei Farben, Cremes oder ähnlichen Materialien richtet sich der Blick auf die Konsistenz.

Der Ausdruck ist genauer als einfach dick, wenn die Art der Masse beschrieben werden soll. Dick kann eine Schichtstärke, einen Durchmesser oder eine Körperform meinen. Pastös macht dagegen deutlich, dass es um eine pasteähnliche Beschaffenheit geht.

In medizinischer Fachsprache kann pastös auch aufgeschwemmt oder gedunsen bedeuten. Diese Lesart ist vom Gebrauch bei Materialien zu unterscheiden. Das Adjektiv allein erklärt keine Ursache und ersetzt keine fachliche Beurteilung.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die pastöse Farbe lässt sich mit dem Spachtel auftragen.“ Die Konsistenz ist dick und streichbar.
  • „Die Masse ist pastöser als die dünnflüssige Mischung.“ Verglichen wird die Beschaffenheit zweier Materialien.
  • „Im Versuch wird die Konsistenz als pastös beschrieben.“ Der Ausdruck benennt eine beobachtete Materialeigenschaft.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Dickflüssig hebt den Widerstand beim Fließen hervor. Pastös kann eine noch stärker pasteähnliche, gut formbare Konsistenz betonen.

Klebrig beschreibt das Haften an anderen Flächen. Eine Masse kann pastös sein, ohne dass damit bereits ihre Klebrigkeit bestimmt ist.

Schreibweise und Grammatik

Pastös wird mit ö und einem s geschrieben. Beispiele für die Beugung sind eine pastöse Masse, pastöser Farbauftrag und mit pastösen Materialien.

Steigerung

Die Steigerung lautet pastös – pastöser – am pastösesten. In einer Materialbeschreibung sollte erläutert werden, woran die stärkere pastenartige Konsistenz erkennbar ist.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpastöserpastösepastösespastöse
Genitivpastösenpastöserpastösenpastöser
Dativpastösempastöserpastösempastösen
Akkusativpastösenpastösepastösespastöse
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpastösepastösepastösepastösen
Genitivpastösenpastösenpastösenpastösen
Dativpastösenpastösenpastösenpastösen
Akkusativpastösenpastösepastösepastösen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpastöserpastösepastösespastösen
Genitivpastösenpastösenpastösenpastösen
Dativpastösenpastösenpastösenpastösen
Akkusativpastösenpastösepastösespastösen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Kunststunde läuft die erste Farbmischung rasch vom Werkzeug. Eine zweite Mischung bleibt als dickere Masse daran haften und lässt sich auf der Fläche verstreichen.

Die zweite Mischung ist pastöser. Die Beschreibung begründet den Vergleich durch ihr Verhalten beim Auftragen.

Damit wird noch keine allgemeine Qualitätsbewertung getroffen. Welche Konsistenz passt, hängt von der beabsichtigten Gestaltung ab.

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