phaneromer

Phaneromer bezeichnet in der Gesteinskunde ein Gefüge, dessen einzelne Bestandteile mit bloßem Auge erkennbar sind.

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Was bedeutet phaneromer?

Bei einem phaneromeren Gestein lässt sich bereits ohne mikroskopische Untersuchung sehen, dass es aus unterscheidbaren Bestandteilen zusammengesetzt ist. Dabei geht es um die Erkennbarkeit der Gemengteile, nicht darum, dass der ganze Stein besonders groß ist.

Sichtbare Körner sind nicht automatisch sicher bestimmte Minerale. Ihre Farbe und Gestalt können Hinweise geben; die genaue Bestimmung kann weitere Untersuchungen erfordern. Erkennen, dass mehrere Bestandteile vorhanden sind, ist somit etwas anderes als jeden Bestandteil zweifelsfrei zu benennen.

Das seltene Fachwort begegnet besonders in älteren Gesteinsbeschreibungen. In einem heutigen allgemeinverständlichen Text hilft die Ergänzung mit erkennbaren Einzelbestandteilen. Bei historischen Beschreibungen ist außerdem darauf zu achten, unter welchen Beobachtungsbedingungen die Aussage gemacht wurde.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Das Handstück zeigt ein phaneromeres Gefüge.“ Die Einzelbestandteile sind schon bei einfacher Betrachtung erkennbar.
  • „Die phaneromere Grundmasse wird genauer untersucht.“ Die sichtbare Gliederung ersetzt noch keine vollständige Mineralbestimmung.
  • „Der Bericht erklärt phaneromer als mit bloßem Auge unterscheidbar.“ Das ungewohnte Fachwort wird unmittelbar verständlich gemacht.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Kryptomer bezeichnet in diesem Zusammenhang Bestandteile, die ohne Vergrößerung nicht erkennbar sind.

Grobkörnig hebt die Korngröße hervor. Phaneromer betont dagegen die Erkennbarkeit; die Begriffe sind deshalb nicht in jedem Satz austauschbar.

Schreibweise und Grammatik

Phaneromer beginnt mit ph und endet auf -mer: phaneromeres Gestein, eine phaneromere Struktur.

Steigerung

Die Gefügezuordnung wird üblicherweise nicht gesteigert. Größere Körner oder deutlicher erkennbare Bestandteile lassen sich unmittelbar beschreiben.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativphaneromererphaneromerephaneromeresphaneromere
Genitivphaneromerenphaneromererphaneromerenphaneromerer
Dativphaneromeremphaneromererphaneromeremphaneromeren
Akkusativphaneromerenphaneromerephaneromeresphaneromere
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativphaneromerephaneromerephaneromerephaneromeren
Genitivphaneromerenphaneromerenphaneromerenphaneromeren
Dativphaneromerenphaneromerenphaneromerenphaneromeren
Akkusativphaneromerenphaneromerephaneromerephaneromeren
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativphaneromererphaneromerephaneromeresphaneromeren
Genitivphaneromerenphaneromerenphaneromerenphaneromeren
Dativphaneromerenphaneromerenphaneromerenphaneromeren
Akkusativphaneromerenphaneromerephaneromeresphaneromeren

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Unterrichtssituation liegen zwei Gesteinsstücke auf dem Tisch. Beim ersten sind verschiedenfarbige Körner ohne Hilfsmittel unterscheidbar; beim zweiten wirkt die Masse für das Auge einheitlich.

Das erste Stück veranschaulicht ein phaneromeres Gefüge. Die Aussage betrifft die sichtbare Zusammensetzung, nicht bereits die sichere Benennung aller Minerale.

Das Lernbeispiel setzt gute Sichtbedingungen voraus. Eine reale Gesteinsbestimmung braucht mehr als den ersten Farbeindruck.

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