prall

Prall bedeutet voll ausgefüllt und dadurch gespannt oder gewölbt. Bei Sonnenlicht meint es direkt und ungeschützt auftreffend.

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Was bedeutet prall?

Ein praller Ballon oder ein prall gefüllter Beutel ist so gefüllt, dass seine Oberfläche gespannt erscheint. Das Wort verbindet Fülle mit einer sichtbaren oder fühlbaren Form. Es bedeutet deshalb mehr als nur viel Inhalt.

In der prallen Sonne bezeichnet dagegen eine Situation unter direkter Sonneneinstrahlung. Diese feste Verbindung beschreibt kein Füllen. Die jeweilige Bedeutung muss aus dem Bezugswort erschlossen werden.

Umgangssprachlich kann nicht so prall außerdem nicht besonders gut heißen. Ein nicht so praller Film wird dann nach seiner Qualität bewertet. Diese Lesart ist von Form und Sonneneinstrahlung zu unterscheiden.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Der pralle Ballon schwebt über dem Tisch.“ Die Hülle wird als deutlich gespannt beschrieben.
  • „Die Bank steht in der prallen Sonne.“ Gemeint ist die direkte Sonneneinstrahlung.
  • „Die Figur findet den Vorschlag nicht besonders prall.“ Umgangssprachlich bewertet sie ihn als wenig überzeugend.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Voll beschreibt die Menge oder Auslastung allgemeiner. Prall legt zusätzlich Spannung oder Wölbung nahe.

Platt kann bei einem Ball oder Reifen einen Gegensatz bilden. Bei der umgangssprachlichen Qualitätsbewertung haben die Wörter jedoch eigene Verwendungen.

Schreibweise und Grammatik

Prall wird mit doppeltem l geschrieben: ein praller Ball, pralle Früchte. In prall gefüllt bestimmt es das folgende Wort näher. Die feste Verbindung lautet in der prallen Sonne.

Steigerung

Die Steigerung lautet prall – praller – am prallsten. Sie eignet sich etwa für eine stärker gespannte Form; nicht jede feste Wendung verlangt einen solchen Vergleich.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativprallerpralleprallespralle
Genitivprallenprallerprallenpraller
Dativprallemprallerprallemprallen
Akkusativprallenpralleprallespralle
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpralleprallepralleprallen
Genitivprallenprallenprallenprallen
Dativprallenprallenprallenprallen
Akkusativprallenprallepralleprallen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativprallerpralleprallesprallen
Genitivprallenprallenprallenprallen
Dativprallenprallenprallenprallen
Akkusativprallenpralleprallesprallen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Szene stopft eine Figur immer mehr Kleidung in eine Tasche. Schließlich wölbt sich deren Stoff deutlich nach außen.

Die pralle Tasche macht die große Füllung sichtbar. Die Beschreibung vermittelt zugleich, dass kaum noch Platz übrig ist.

Die Erklärung bleibt bei der beschriebenen Form. Ob die Tasche überlastet ist oder wie viel sie wiegt, müsste zusätzlich festgestellt werden.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.