quallig
Form & Grammatik
- Stichwort
- quallig
- Worttrennung
- qual·lig
- Komparativ
- qualliger
- Superlativ
- am qualligsten
Konsistenz/Beschaffenheit wie eine Qualle, gallertartig. Keine bestimmte Zusammensetzung behauptet. Tabellen zur Grundstufe.
Definition · kurz erklärt
Quallig beschreibt eine Beschaffenheit, die an eine Qualle erinnert. Gemeint ist vor allem eine weiche, gallertartige Konsistenz. Der Ausdruck nennt keine bestimmte Tierart, wenn er auf eine andere Masse bezogen wird.
Bedeutungen
In der Beschaffenheit einer Qualle ähnlich
Eine Masse oder Schicht wirkt weich und gallertartig. Beim Bewegen kann sie nachgeben oder schwanken. Quallig beschreibt diesen Eindruck; allein aus ihm lässt sich kein bestimmter Inhaltsstoff erkennen.
„Die Requisiteurin zieht für die Filmszene einen qualligen Klumpen Kunstschleim aus dem Behälter; er hängt weich am Spatel und zittert bei jeder Bewegung nach.“
Die beschriebene Konsistenz macht den Vergleich mit einer Qualle anschaulich. Dass die Masse für eine Requisite bestimmt ist, sagt noch nichts über ihre tatsächlichen Zutaten aus.
Synonyme: andere Wörter für quallig
Bei einer weichen Konsistenz
gallertartig · gallertig · wabbelig
Gallertartig ist sehr nah und macht den Vergleich mit Gallerte deutlich. Wabbelig ist umgangssprachlich und hebt das weiche Nachgeben und Wackeln hervor. Weich ist allgemeiner: Auch ein Wollschal kann weich sein, ohne quallig zu wirken.
„Der Kunstschleim wirkt quallig“ kann hier „Der Kunstschleim wirkt gallertartig“ heißen. „Der Wollschal ist weich“ lässt sich dagegen nicht ohne Bedeutungsänderung mit quallig wiedergeben.
Eine ähnliche Konsistenz beweist nicht dieselbe Zusammensetzung.
Beispiele und Verwendung
Beschaffenheit und Durchsichtigkeit trennen
„Die Zeichnerin gibt dem Fantasiewesen eine quallige, aber undurchsichtige Hülle.“
Quallig betrifft die Beschaffenheit. Durchsichtigkeit ist eine weitere Eigenschaft und nicht in jeder Verwendung mitbehauptet.
Einen Vergleich erläutern
„Die zweite Gelmasse erscheint der Requisiteurin qualliger, weil sie weicher zusammenhängt und länger nachzittert.“
Der Vergleich wird durch Beobachtungen erklärt. Eine genaue Messung der Festigkeit ersetzt das Adjektiv nicht.
Grammatik und Beugung
Die Steigerung lautet qualliger – am qualligsten. Damit lässt sich eine unterschiedlich starke Ähnlichkeit der Beschaffenheit vergleichen.
Vor einem Nomen wird gebeugt: ein qualliger Rest, mit qualliger Konsistenz. Nach wirken steht die Grundform: Die Masse wirkt quallig.
Ein qualliger Rest enthält die Grundstufe mit Endung. Der zweite Rest wirkt qualliger als der erste enthält einen Komparativ. Die Tabellen zeigen die Grundstufe.
Starke Beugung – ohne Artikel
| Fall | Maskulinum | Femininum | Neutrum | Plural |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | qualliger | quallige | qualliges | quallige |
| Genitiv | qualligen | qualliger | qualligen | qualliger |
| Dativ | qualligem | qualliger | qualligem | qualligen |
| Akkusativ | qualligen | quallige | qualliges | quallige |
Schwache Beugung – mit bestimmtem Artikel
| Fall | Maskulinum | Femininum | Neutrum | Plural |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | der quallige | die quallige | das quallige | die qualligen |
| Genitiv | des qualligen | der qualligen | des qualligen | der qualligen |
| Dativ | dem qualligen | der qualligen | dem qualligen | den qualligen |
| Akkusativ | den qualligen | die quallige | das quallige | die qualligen |
Gemischte Beugung – mit kein oder Possessivwort
| Fall | Maskulinum | Femininum | Neutrum | Plural |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | kein qualliger | keine quallige | kein qualliges | keine qualligen |
| Genitiv | keines qualligen | keiner qualligen | keines qualligen | keiner qualligen |
| Dativ | keinem qualligen | keiner qualligen | keinem qualligen | keinen qualligen |
| Akkusativ | keinen qualligen | keine quallige | kein qualliges | keine qualligen |
Schreibweise und Worttrennung
Die Worttrennung lautet qual·lig. Das doppelte l bleibt in qualligen und qualliger erhalten. Das Nomen Qualle wird großgeschrieben; quallig ist ein Adjektiv.
