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qualmig

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
qualmig
Worttrennung
qual·mig
Komparativ
qualmiger
Superlativ
am qualmigsten

Oft abwertend; beschreibt eine von Qualm erfüllte Umgebung, nicht automatisch dessen Ursache.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Qualmig bedeutet, dass etwas von Qualm erfüllt ist. Das Adjektiv beschreibt vor allem Luft, Räume oder eine Umgebung mit dichtem Rauch und hat oft einen abwertenden Beiklang.

Bedeutungen

1 Von Qualm erfüllt

Eine qualmige Umgebung enthält wahrnehmbaren Qualm. Das Wort kann die unangenehme Luft oder eine getrübte Sicht hervorheben. Was den Rauch verursacht hat, muss aus weiteren Angaben hervorgehen.

„Im Erzähltext öffnet sich die Tür zu einem qualmigen Hinterzimmer, in dem die Figuren nur die Umrisse des Tisches erkennen.“

Die eingeschränkte Sicht macht den Eindruck nachvollziehbar. Der Satz nennt keine bestimmte Ursache und keine gemessene Rauchmenge.

qualmig: Synonyme und andere Wörter

Qualmig oder rauchig?

Rauchig liegt bei einer mit Rauch erfüllten Umgebung nahe. Qualmig betont häufig den als dicht oder unangenehm empfundenen Qualm. Rauchig besitzt darüber hinaus andere Verwendungen.

Ein qualmiger Raum kann auch als rauchiger Raum beschrieben werden. Eine rauchige Stimme wird dadurch aber nicht zu einer qualmigen Stimme.

Beim Stimmklang wäre der Vergleich falsch: Rauchig bezeichnet dort einen Höreindruck, nicht Rauch in einem Raum.

Qualmig oder dunstig?

Dunstig kann ebenfalls eine getrübte Sicht oder unangenehme Raumluft beschreiben. Es legt jedoch nicht von sich aus denselben Qualmzustand fest.

„Die Aussicht ist dunstig“ beschreibt eine undeutliche Fernsicht. „Die Aussicht ist durch Qualm getrübt“ nennt zusätzlich eine Ursache der Sichtbehinderung.

Ein Ersatzwort sollte eine solche Angabe erhalten. Aus einer bloß trüben Aussicht darf beim Umschreiben nicht unbegründet ein Brand werden.

Beispiele und Verwendung

„Nora beschreibt die Luft im Hinterzimmer als qualmig, während die Figur am Fenster noch weiterliest.“

Die Beschreibung gibt einen wahrgenommenen Zustand wieder. Dass eine Figur darin bleibt, beweist weder die Unbedenklichkeit der Luft noch einen bestimmten Grund für ihr Verhalten.

„Die zweite Szene spielt in einem noch qualmigeren Raum als die erste.“

Der Komparativ vergleicht den Qualmeindruck zweier Räume. Der Satz sagt nicht, wie groß der Unterschied ist; zusätzliche Wahrnehmungen können die Beschreibung genauer machen.

Grammatik und Beugung

Die Worttrennung lautet qual·mig. Das Adjektiv wird vor einem Nomen gebeugt, etwa ein qualmiger Raum oder in qualmiger Luft. Nach einem Verb kann die Grundform stehen: Der Raum wirkt qualmig. Die Steigerung lautet qualmig – qualmiger – am qualmigsten. Die Tabellen zeigen die Grundstufe nach Fall, Geschlecht, Zahl und Begleiter. Die gemischte Reihe ist vollständig mit kein/keine dargestellt; einen Plural von ein gibt es nicht.

Starke Beugung ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativqualmigerqualmigequalmigesqualmige
Genitivqualmigenqualmigerqualmigenqualmiger
Dativqualmigemqualmigerqualmigemqualmigen
Akkusativqualmigenqualmigequalmigesqualmige
Schwache Beugung nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativder qualmigedie qualmigedas qualmigedie qualmigen
Genitivdes qualmigender qualmigendes qualmigender qualmigen
Dativdem qualmigender qualmigendem qualmigenden qualmigen
Akkusativden qualmigendie qualmigedas qualmigedie qualmigen
Gemischte Beugung mit kein/keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativkein qualmigerkeine qualmigekein qualmigeskeine qualmigen
Genitivkeines qualmigenkeiner qualmigenkeines qualmigenkeiner qualmigen
Dativkeinem qualmigenkeiner qualmigenkeinem qualmigenkeinen qualmigen
Akkusativkeinen qualmigenkeine qualmigekein qualmigeskeine qualmigen