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rabbinisch

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
rabbinisch
Worttrennung
rab·bi·nisch

Als Zuordnung zu einer Lehre, Tätigkeit oder Tradition wird rabbinisch normalerweise nicht gesteigert.

Formen und Verwendung im Detail

Rabbinisch bedeutet Rabbinerinnen und Rabbiner, ihre Lehre, Tätigkeit oder Überlieferung betreffend.

Was bedeutet rabbinisch?

Das Adjektiv begegnet bei rabbinischer Auslegung, rabbinischer Literatur oder einer rabbinischen Stellungnahme. Es ordnet einen Text, eine Tradition oder eine Tätigkeit einem bestimmten Bereich jüdischen religiösen Lebens und Denkens zu.

Rabbinische Literatur umfasst unterschiedliche Textformen und Argumentationen. Die Bezeichnung sollte deshalb nicht die Vorstellung wecken, alle betreffenden Texte enthielten eine einzige unveränderliche Meinung.

Rabbinisch ist kein beliebiger Ersatz für jüdisch. Eine jüdische Familiengeschichte, ein Kunstwerk oder eine Alltagserfahrung muss keinen besonderen Bezug zur rabbinischen Lehre besitzen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Veranstaltung behandelt rabbinische Auslegungen eines Textes.“ Der Bezug liegt in einer bestimmten Lehr- und Deutungstradition.
  • „Die Bibliothek erschließt einen Bestand rabbinischer Literatur.“ Ein Bereich des Schrifttums wird benannt.
  • „Der Bericht gibt eine rabbinische Stellungnahme wieder.“ Die Funktion und Herkunft der Äußerung werden kenntlich gemacht.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Jüdisch ist weiter gefasst und kann Religion, Kultur, Geschichte oder Lebenswelten betreffen. Rabbinisch präzisiert einen besonderen Bezug.

Religiös nennt einen allgemeinen Religionsbezug, ohne eine bestimmte Tradition festzulegen.

Schreibweise und Grammatik

Man schreibt rabbinisch, mit doppeltem b und einfachem n: eine rabbinische Auslegung.

Steigerung

Als Zuordnung zu einer Lehre, Tätigkeit oder Tradition wird rabbinisch normalerweise nicht gesteigert.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrabbinischerrabbinischerabbinischesrabbinische
Genitivrabbinischenrabbinischerrabbinischenrabbinischer
Dativrabbinischemrabbinischerrabbinischemrabbinischen
Akkusativrabbinischenrabbinischerabbinischesrabbinische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrabbinischerabbinischerabbinischerabbinischen
Genitivrabbinischenrabbinischenrabbinischenrabbinischen
Dativrabbinischenrabbinischenrabbinischenrabbinischen
Akkusativrabbinischenrabbinischerabbinischerabbinischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrabbinischerrabbinischerabbinischesrabbinischen
Genitivrabbinischenrabbinischenrabbinischenrabbinischen
Dativrabbinischenrabbinischenrabbinischenrabbinischen
Akkusativrabbinischenrabbinischerabbinischesrabbinischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Recherche ordnet eine Lerngruppe jüdische Texte nach ihren Gegenständen. Eine Familienerinnerung steht neben einer Sammlung rabbinischer Auslegungen.

Die zweite Sammlung heißt rabbinisch, weil ihr besonderer Bezug in der Lehr- und Auslegungstradition liegt. Jüdisch ist für beide Texte der weitere Zusammenhang.

Die Einordnung unterscheidet Gegenstände. Sie bewertet nicht, welcher Text für jüdisches Leben wichtiger oder repräsentativer wäre.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.