romanisch

Romanisch bezeichnet die Romanik in Kunst und Architektur oder die aus dem Lateinischen hervorgegangenen Sprachen und ihre Zusammenhänge.

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Was bedeutet romanisch?

Bei einer romanischen Kirche ist gewöhnlich der kunstgeschichtliche Bezug zur Romanik gemeint. Bei einer romanischen Sprache geht es dagegen um sprachliche Verwandtschaft und Entwicklung.

Zu den romanischen Sprachen gehören etwa Französisch, Italienisch, Spanisch und Rumänisch. Romanisch bedeutet daher nicht nur auf Rom bezogen und auch nicht dasselbe wie rumänisch.

Der jeweilige Gegenstand entscheidet über die Lesart. Eine romanische Inschrift kann ohne nähere Erklärung missverständlich sein: Meint man ihre Sprache, ihren kunstgeschichtlichen Zusammenhang oder das Gebäude, an dem sie steht? Eine genauere Formulierung löst diese Mehrdeutigkeit.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Der Rundgang vergleicht romanische und später umgebaute Teile der Kirche.“ Der Zusammenhang ist kunstgeschichtlich.
  • „Italienisch gehört zu den romanischen Sprachen.“ Gemeint ist die Sprachfamilie mit lateinischem Ursprung.
  • „Die Studie vergleicht die Satzbildung zweier romanischer Sprachen.“ Die sprachwissenschaftliche Lesart ist durch den Gegenstand klar.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Rumänisch bezeichnet eine bestimmte Sprache oder einen Bezug zu Rumänien. Die rumänische Sprache ist romanisch, aber nicht jede romanische Sprache ist rumänisch.

Römisch bezieht sich auf Rom, die Römer oder das römische Zahlensystem. Es ist keine beliebige Kurzform von romanisch.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet romanisch, mit a und ohne zusätzliches t: eine romanische Sprache. Romantisch ist ein anderes Wort.

Steigerung

Bei Sprachfamilie oder Epochenzugehörigkeit wird romanisch gewöhnlich nicht gesteigert. In einem Vergleich von Stileindrücken sind romanischer und am romanischsten möglich, benötigen aber einen klaren Maßstab.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativromanischerromanischeromanischesromanische
Genitivromanischenromanischerromanischenromanischer
Dativromanischemromanischerromanischemromanischen
Akkusativromanischenromanischeromanischesromanische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativromanischeromanischeromanischeromanischen
Genitivromanischenromanischenromanischenromanischen
Dativromanischenromanischenromanischenromanischen
Akkusativromanischenromanischeromanischeromanischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativromanischerromanischeromanischesromanischen
Genitivromanischenromanischenromanischenromanischen
Dativromanischenromanischenromanischenromanischen
Akkusativromanischenromanischeromanischesromanischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Übung soll der Satz „Das ist romanisch“ erläutert werden. Auf dem einen Bild ist ein Kirchenbau zu sehen, auf dem anderen steht ein italienischer Beispielsatz.

Im ersten Fall bezeichnet romanisch einen kunstgeschichtlichen Zusammenhang, im zweiten eine sprachliche Zugehörigkeit.

Die Ergänzung des Bezugsworts verhindert, dass die beiden Bedeutungen vermischt werden.

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