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rotgolden

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
rotgolden
Worttrennung
rot·gol·den

In der üblichen Material- und Farbangabe wird rotgolden nicht gesteigert. Ein stärker rötlicher Goldton ist für Farbvergleiche präziser.

Formen und Verwendung im Detail

Rotgolden bedeutet aus Rotgold bestehend oder beschreibt einen rötlich goldenen Farbeindruck.

Was bedeutet rotgolden?

Bei einem Schmuckstück kann rotgolden auf das Material Rotgold verweisen. In anderen Beschreibungen geht es lediglich um eine Farbe zwischen Rot und Gold. Der Kontext muss zeigen, welche Bedeutung gemeint ist.

Rotgoldenes Licht oder rotgoldenes Haar besteht selbstverständlich nicht aus einer Goldlegierung. Hier wird ein warmer, rötlich goldener Eindruck sprachlich veranschaulicht. Der Vergleich kann eine Szene leuchtend oder kostbar wirken lassen.

Wenn die Materialfrage wichtig ist, reicht die Farbbeschreibung allein nicht aus. Aus Rotgold benennt das Material eindeutiger; rotgoldfarben hebt hervor, dass nur die äußere Farbe gemeint ist.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Auf der Schachtel liegt ein rotgoldener Ring.“ Je nach Zusammenhang kann das Material oder zunächst nur die sichtbare Farbe gemeint sein.
  • „Rotgoldenes Licht fällt durch das Fenster.“ Die Beschreibung überträgt einen Farbeindruck auf die Beleuchtung.
  • „Der Rahmen ist nur rotgoldfarben beschichtet.“ Die Ergänzung vermeidet die Behauptung, der ganze Rahmen bestehe aus Rotgold.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Rosé bezeichnet einen hellen Rotton. Rotgolden verbindet die Rötung mit einem goldenen Eindruck oder einem Materialbezug.

Goldhaltig ist eine Aussage über die Zusammensetzung. Ein bloß rotgoldener Farbeindruck erlaubt keine solche Aussage.

Schreibweise und Grammatik

Rotgolden wird zusammengeschrieben und gebeugt: ein rotgoldener Ring, rotgoldenes Licht. Bei der Materialbedeutung steht es besonders vor einem Nomen. Die Farbbedeutung kann auch prädikativ gebraucht werden.

Steigerung

In der üblichen Material- und Farbangabe wird rotgolden nicht gesteigert. Ein stärker rötlicher Goldton ist für Farbvergleiche präziser.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrotgoldenerrotgoldenerotgoldenesrotgoldene
Genitivrotgoldenenrotgoldenerrotgoldenenrotgoldener
Dativrotgoldenemrotgoldenerrotgoldenemrotgoldenen
Akkusativrotgoldenenrotgoldenerotgoldenesrotgoldene
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrotgoldenerotgoldenerotgoldenerotgoldenen
Genitivrotgoldenenrotgoldenenrotgoldenenrotgoldenen
Dativrotgoldenenrotgoldenenrotgoldenenrotgoldenen
Akkusativrotgoldenenrotgoldenerotgoldenerotgoldenen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrotgoldenerrotgoldenerotgoldenesrotgoldenen
Genitivrotgoldenenrotgoldenenrotgoldenenrotgoldenen
Dativrotgoldenenrotgoldenenrotgoldenenrotgoldenen
Akkusativrotgoldenenrotgoldenerotgoldenesrotgoldenen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Szene liegt ein einfacher Metallrahmen im Abendlicht. Die Erzählerin nennt seinen Schimmer rotgolden, ohne das Material näher zu kennen.

Der rotgoldene Schimmer beschreibt die momentane Lichtwirkung. Der Rahmen erscheint dadurch warm und glänzend.

Die Formulierung ist keine Aussage über seinen Goldgehalt. Das Beispiel trennt eine Wahrnehmung von einer Materialbestimmung.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.