schachmatt

Schachmatt bedeutet im Schach, dass der angegriffene König durch keinen erlaubten Zug mehr aus dem Schach gerettet werden kann; übertragen heißt es handlungsunfähig oder völlig erschöpft.

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Was bedeutet schachmatt?

Im Schach gehört das angegriffene Königsfeld zur Bedeutung. Bloß keine Möglichkeit zum Ausweichen zu haben, genügt noch nicht: Auch andere erlaubte Möglichkeiten, den Angriff abzuwehren, dürfen nicht mehr bestehen. Bei einem regelgerecht entstandenen Matt ist die Partie beendet.

Der König wird dabei nicht geschlagen und vom Brett genommen. Im übertragenen Sprachgebrauch steht dieses Bild für eine Lage, in der jemand keinen wirksamen Ausweg mehr sieht. Umgangssprachlich kann auch eine körperlich oder geistig erschöpfte Person sagen, sie sei schachmatt.

Die bildliche Aussage ist nicht immer wörtlich endgültig. Wer nach einem langen Arbeitstag schachmatt ist, beschreibt seine Erschöpfung in diesem Moment. Daraus folgt nicht, dass sich die Person dauerhaft nicht mehr erholen oder handeln könnte.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Nach dem letzten Zug ist Schwarz schachmatt.“ Die Aussage bezeichnet das verlorene Spiel durch eine Mattstellung.
  • „Der unerwartete Einwand setzt ihren gesamten Plan schachmatt.“ Das Bild beschreibt, dass der Plan dadurch zunächst nicht mehr umsetzbar erscheint.
  • „Nach dem Umzug bin ich heute schachmatt.“ Die umgangssprachliche Übertragung bedeutet hier sehr erschöpft.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Schach ist zunächst ein Angriff auf den König, gegen den noch eine erlaubte Abwehr möglich sein kann. Schachmatt bedeutet, dass eine solche Abwehr nicht mehr existiert.

Patt ist ein anderer Fall: Die am Zug befindliche Seite hat keinen erlaubten Zug, ihr König steht aber nicht im Schach. Die Partie ist dann unentschieden. Erschöpft ersetzt dagegen nur die entsprechende übertragene Bedeutung.

Schreibweise und Grammatik

Als Adjektiv schreibt man schachmatt klein und zusammen: Sie ist schachmatt. Das Nomen heißt das Schachmatt. Vor einem Nomen kann das Adjektiv gebeugt werden, etwa der schachmatte König; besonders geläufig ist die unveränderte Verwendung mit sein oder setzen.

Steigerung

Im eigentlichen Spielsinn gibt es keine sinnvolle Steigerung: Ein König ist schachmatt oder nicht. Auch für die übertragene Verwendung ist keine gewöhnliche Steigerungsreihe üblich. Völlig erschöpft oder noch erschöpfter sind klarere Beschreibungen des Zustands.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschachmatterschachmatteschachmattesschachmatte
Genitivschachmattenschachmatterschachmattenschachmatter
Dativschachmattemschachmatterschachmattemschachmatten
Akkusativschachmattenschachmatteschachmattesschachmatte
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschachmatteschachmatteschachmatteschachmatten
Genitivschachmattenschachmattenschachmattenschachmatten
Dativschachmattenschachmattenschachmattenschachmatten
Akkusativschachmattenschachmatteschachmatteschachmatten
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschachmatterschachmatteschachmattesschachmatten
Genitivschachmattenschachmattenschachmattenschachmatten
Dativschachmattenschachmattenschachmattenschachmatten
Akkusativschachmattenschachmatteschachmattesschachmatten

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Szene endet eine Schachpartie. Die unterlegene Person möchte den König vom Brett nehmen. Ihre Mitspielerin erklärt, dass die Mattstellung bereits das Ende bedeutet und der König stehen bleibt.

Der König ist schachmatt, weil der Angriff nicht mehr mit einem erlaubten Zug abgewehrt werden kann. Das Wegnehmen der Figur ist dafür weder nötig noch Teil des regelgerechten Spielzugs.

Die Szene erklärt eine häufige Verwechslung. Die bildliche Rede vom Besiegen wird von der tatsächlichen Handlung auf dem Schachbrett getrennt.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.