schade

Schade: drückt aus, dass etwas bedauert oder als Verlust empfunden wird.

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Was bedeutet schade?

Das Wort steht besonders in Wendungen wie Das ist schade oder Schade, dass du gehen musst. Es bewertet eine Situation als bedauerlich. Ob dahinter eine kleine Enttäuschung oder ein ernster Verlust steht, zeigt der Zusammenhang.

In schade um etwas richtet sich das Bedauern auf etwas, das verloren geht oder nicht sinnvoll genutzt wird. Zu schade für etwas bezeichnet dagegen häufig einen als zu hohen Wert für eine bestimmte Verwendung: Ein besonders schönes Tuch kann jemandem zu schade zum Putzen sein.

Eine weitere Wendung lautet sich für etwas zu schade sein. Hier kann kritisiert werden, dass jemand eine Tätigkeit als unter seiner Würde betrachtet. Diese Bedeutung ist von einfachem Bedauern zu unterscheiden.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Es ist schade, dass die gemeinsame Wanderung ausfällt.“ Die sprechende Person bedauert die entfallene Gelegenheit.
  • „Das neue Papier ist mir zu schade für einen schnellen Entwurf.“ Der Wert des Materials erscheint für diesen Zweck zu hoch.
  • „Sie ist sich für keine Aufgabe zu schade.“ Die Wendung lobt ihre Bereitschaft, auch unscheinbare Arbeiten zu übernehmen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Bedauerlich kann vor einem Nomen stehen: ein bedauerlicher Fehler. Schade wird dagegen gewöhnlich nur unverändert gebraucht. Die Wörter teilen in manchen Sätzen eine Bedeutung, aber nicht alle grammatischen Möglichkeiten.

Schädlich bezeichnet eine nachteilige Wirkung. Etwas kann schade sein, ohne jemandem einen Schaden zuzufügen. Die Ähnlichkeit der Wörter darf diese Bedeutungen nicht verwischen.

Schreibweise und Grammatik

Schade wird im gewöhnlichen prädikativen oder ausrufenden Gebrauch nicht gebeugt. Man sagt Das ist schade und Schade!, nicht „eine schade Nachricht“. Vor einem Nomen passt beispielsweise eine bedauerliche Nachricht.

Steigerung

Eine regelhafte Steigerung ist nicht üblich. Der Grad des Bedauerns kann mit sehr schade, besonders schade oder einer genaueren Erklärung ausgedrückt werden. „Schader“ ist keine gewöhnliche Vergleichsform.

Unveränderliche Verwendung

Typische Satzmuster statt Adjektivendungen
MusterEigenes Beispiel
Nach seinDie Absage ist schade.
Mit dass-SatzSchade, dass ihr schon gehen müsst.
Mit umEs ist schade um die vergeudete Zeit.
Zu schade fürDas Tuch ist zu schade für diese Arbeit.

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Szene muss eine Freundin eine Verabredung absagen. Die andere antwortet, dass sie das schade findet, nennt aber zugleich Verständnis für den Grund.

„Das ist schade; ich hatte mich auf unseren Spaziergang gefreut. Ich verstehe aber, dass du heute keine Zeit hast.“

Die Antwort verbindet Bedauern mit Verständnis. Das Wort schade allein wäre noch kein Vorwurf; erst Ton und weitere Aussagen entscheiden darüber, wie die Reaktion wirkt.

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