sexuell

Sexuell bedeutet die Sexualität, sexuelles Erleben oder entsprechende Beziehungen betreffend.

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Was bedeutet sexuell?

Das Adjektiv stellt einen Bezug her. In sexuelle Aufklärung geht es um Wissen über Sexualität; in sexuelle Orientierung um die Richtung entsprechender Anziehung. Die Grundbedeutung enthält für sich weder ein Lob noch einen Vorwurf.

Welche Aussage ein Satz macht, entscheidet deshalb wesentlich das Bezugswort. Sexuelle Gesundheit, sexuelle Interessen und sexuelle Gewalt benennen sehr unterschiedliche Zusammenhänge. Aus dem gemeinsamen Adjektiv folgt keine Gleichsetzung der bezeichneten Handlungen oder Erfahrungen.

Auch sexuell und romantisch sind nicht überall austauschbar. Zuneigung, Partnerschaft und sexuelle Anziehung können zusammengehören, müssen aber begrifflich unterschieden werden. Eine genaue Beschreibung sagt, welchen Aspekt sie meint, statt alles unter einem einzigen Etikett zusammenzufassen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Broschüre vermittelt sexuelle Aufklärung.“ Das Adjektiv grenzt den Gegenstand der Information ein.
  • „Die Erzählung unterscheidet romantische Zuneigung und sexuelle Anziehung.“ Verschiedene Aspekte einer Beziehung werden nicht gleichgesetzt.
  • „Die Formulierung sexuell übertragbar beschreibt einen bestimmten Übertragungsweg.“ Das Adjektiv erläutert hier einen sachlichen Zusammenhang.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Sexual ist eine seltenere verwandte freie Form; als Bestandteil sexual- ist sie in Zusammensetzungen verbreitet.

Sexistisch bezeichnet eine Benachteiligung oder Abwertung aufgrund des Geschlechts. Eine Aussage über Sexualität ist nicht allein deshalb sexistisch.

Schreibweise und Grammatik

Sexuell schreibt man mit x und doppeltem l: ein sexueller Bezug, eine sexuelle Beziehung und mit sexuellen Themen. Adverbial bleibt die Form unverändert, etwa in sexuell interessiert.

Steigerung

In der reinen Zuordnung wird sexuell gewöhnlich nicht gesteigert. Formen wie sexueller und am sexuellsten können vergleichend vorkommen, wenn eine unterschiedlich starke Prägung gemeint ist. Das erfordert einen klaren Zusammenhang.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativsexuellersexuellesexuellessexuelle
Genitivsexuellensexuellersexuellensexueller
Dativsexuellemsexuellersexuellemsexuellen
Akkusativsexuellensexuellesexuellessexuelle
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativsexuellesexuellesexuellesexuellen
Genitivsexuellensexuellensexuellensexuellen
Dativsexuellensexuellensexuellensexuellen
Akkusativsexuellensexuellesexuellesexuellen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativsexuellersexuellesexuellessexuellen
Genitivsexuellensexuellensexuellensexuellen
Dativsexuellensexuellensexuellensexuellen
Akkusativsexuellensexuellesexuellessexuellen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Textanalyse wird eine liebevolle Freundschaft vorschnell als sexuelle Beziehung bezeichnet. Die Überarbeitung trennt die belegte Zuneigung von einer sexuellen Anziehung, über die der Text keine Angaben macht.

Die genauere Formulierung bleibt bei der tatsächlich erzählten Art von Nähe. Sie ergänzt keine unbelegten Einzelheiten über die Beziehung.

Auch die Gegenbehauptung, eine Beziehung könne keinesfalls sexuell sein, folgt aus dem Schweigen des Textes nicht. Die Analyse lässt den offenen Aspekt bewusst offen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.