tangibel

Tangibel bedeutet berührbar oder körperlich greifbar. Das seltene, im allgemeinen Gebrauch veraltete Wort begegnet vor allem in älteren oder fachlichen Texten.

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Was bedeutet tangibel?

Tangibel kann einen Gegenstand bezeichnen, der körperlich vorhanden ist und angefasst werden kann. Es lässt sich etwa zur Unterscheidung eines hergestellten Produkts von einer nicht gegenständlichen Leistung verwenden. Die Unterscheidung betrifft dabei die Art des Gegenstands, nicht seinen Wert.

Für einen allgemein verständlichen Text sind „greifbar“, „anfassbar“ oder „körperlich vorhanden“ meist zugänglicher. Bei übertragenem Gebrauch sollte erklärt werden, ob tatsächlich ein Gegenstand oder nur ein deutlich erkennbares Ergebnis gemeint ist.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Das Modell macht den Entwurf tangibel.“ Aus einer Vorstellung entsteht ein anfassbarer Gegenstand.
  • „Die Sammlung enthält tangible Objekte und digitale Aufzeichnungen.“ Körperliche Stücke werden anderen Formen der Aufbewahrung gegenübergestellt.
  • „Mit einem greifbaren Muster wird die Erklärung verständlicher als mit dem Wort tangibel allein.“ Der Satz zeigt eine leserfreundliche Umschreibung.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Konkret kann auch eine genaue, aber nicht anfassbare Angabe bezeichnen. Eine konkrete Frage ist deshalb nicht im körperlichen Sinn tangibel.

Das Gegenwort intangibel bezeichnet Nichtgreifbares. Weder greifbar noch nichtgreifbar bedeutet automatisch nützlich beziehungsweise nutzlos.

Schreibweise und Grammatik

Die Grundform lautet tangibel. Bei der Beugung entfällt das unbetonte e: ein tangibles Objekt, mit tangiblen Gegenständen. Die Tabellen zeigen diesen Stammwechsel.

Steigerung

In der Grundbedeutung ist keine Steigerung üblich. Wenn Sichtbarkeit oder Nachweisbarkeit verglichen werden sollen, sind „deutlicher erkennbar“ beziehungsweise „besser nachweisbar“ präziser.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtangiblertangibletangiblestangible
Genitivtangiblentangiblertangiblentangibler
Dativtangiblemtangiblertangiblemtangiblen
Akkusativtangiblentangibletangiblestangible
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtangibletangibletangibletangiblen
Genitivtangiblentangiblentangiblentangiblen
Dativtangiblentangiblentangiblentangiblen
Akkusativtangiblentangibletangibletangiblen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtangiblertangibletangiblestangiblen
Genitivtangiblentangiblentangiblentangiblen
Dativtangiblentangiblentangiblentangiblen
Akkusativtangiblentangibletangiblestangiblen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Ein erfundenes Planungsteam zeigt zunächst nur eine Zeichnung eines Griffs. Anschließend reicht es ein gebautes Muster herum.

Das Muster gibt dem Entwurf eine tangible Form: Seine Kanten und seine Größe lassen sich nun unmittelbar ertasten.

Der zweite Teil erklärt den seltenen Ausdruck durch die konkrete Möglichkeit des Anfassens. Er behauptet noch nicht, dass das Muster bereits serienreif ist.

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