tief

Tief beschreibt unter anderem eine große Ausdehnung nach unten oder ins Innere, eine niedrige Tonlage oder übertragen eine starke Intensität.

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Was bedeutet tief?

Ein tiefer Brunnen reicht weit unter seine Öffnung hinab. Ein tief im Wald liegender Ort ist weit im Inneren des Waldgebiets. In beiden Fällen muss klar sein, von welcher Grenze oder Bezugsebene aus betrachtet wird.

Bei einem tiefen Ton ist die Tonhöhe gemeint, nicht seine Lautstärke. Tiefe Trauer oder tiefe Dankbarkeit beschreibt dagegen eine starke Empfindung. Ein tiefes Blau kann einen dunklen oder stark gesättigten Farbeindruck bezeichnen. Die Bedeutungen lassen sich nicht mit einem einzigen Gegenwort abdecken.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Der Brunnen ist tiefer als der danebenliegende Schacht.“ Verglichen wird die räumliche Ausdehnung nach unten.
  • „Ihre Stimme ist tief, aber sehr leise.“ Tonhöhe und Lautstärke sind verschiedene Eigenschaften.
  • „Die Nachricht löst tiefe Trauer aus.“ Das Wort verstärkt hier die Intensität eines Gefühls.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Zu einem tiefen Gewässer passt als Gegenwort flach, zu einem tiefen Ton hoch. Das passende Gegenwort hängt von der Lesart ab.

Dunkel kann bei Stimmen oder Farben ähnlich wirken, bezeichnet aber nicht in jedem Zusammenhang genau dieselbe Eigenschaft.

Schreibweise und Grammatik

Tief wird mit ie geschrieben. Beugung: ein tiefes Loch, mit tiefer Stimme, in tiefen Schichten. In tief atmen bleibt es unverändert.

Steigerung

Regelmäßige Steigerung: tief – tiefer – am tiefsten. Ein sinnvoller Vergleich braucht dieselbe Bedeutung und dieselbe Bezugsebene.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtiefertiefetiefestiefe
Genitivtiefentiefertiefentiefer
Dativtiefemtiefertiefemtiefen
Akkusativtiefentiefetiefestiefe
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtiefetiefetiefetiefen
Genitivtiefentiefentiefentiefen
Dativtiefentiefentiefentiefen
Akkusativtiefentiefetiefetiefen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtiefertiefetiefestiefen
Genitivtiefentiefentiefentiefen
Dativtiefentiefentiefentiefen
Akkusativtiefentiefetiefestiefen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Schülerin beschreibt die Stimme einer Figur zunächst nur als auffällig. Beim Überarbeiten unterscheidet sie Tonlage und Lautstärke.

Die Figur spricht mit tiefer, leiser Stimme. Die niedrige Tonlage bleibt deutlich, obwohl sie kaum hörbar spricht.

Zwei verschiedene Hörmerkmale machen die Beschreibung präziser. Eine Charaktereigenschaft lässt sich daraus allein nicht sicher ableiten.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.