unbekleidet
Form & Grammatik
- Stichwort
- unbekleidet
- Worttrennung
- un·be·klei·det
Im gewöhnlichen Gebrauch wird das Adjektiv nicht gesteigert. Unterschiede werden durch die betroffenen Körperbereiche oder eine Angabe wie teilweise unbekleidet beschrieben.
Unbekleidet bedeutet ohne Kleidung, nackt.
Was bedeutet unbekleidet?
Das Wort beschreibt einen körperlichen Zustand und wirkt häufig sachlicher oder zurückhaltender als manche bildhafte Umschreibung. Es kann reale Menschen, eine Figur in einer Erzählung oder eine künstlerische Darstellung betreffen.
Aus dem Zustand folgt keine moralische Bewertung. Ob die Beschreibung in einem Text wichtig ist, hängt von Ort, Handlung und Perspektive ab. Eine sachliche Analyse sollte keine Gefühle oder Absichten hinzufügen, die aus der Darstellung nicht hervorgehen.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Die Skulptur stellt eine unbekleidete Figur dar.“ Das Adjektiv beschreibt die künstlerische Darstellung, nicht ein Verhalten der betrachtenden Person.
- „Im Bild stehen bekleidete und unbekleidete Figuren nebeneinander.“ Der Kontrast betrifft die Ausstattung der dargestellten Körper.
- „Die Beschreibung nennt einen unbekleideten Oberkörper.“ Hier wird die fehlende Kleidung ausdrücklich auf einen Körperbereich begrenzt.
Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Nackt ist das häufige direkte Synonym. Unbekleidet kann distanzierter oder beschreibender wirken. Die genaue Wirkung hängt vom Satz und seinem Umfeld ab.
Unverhüllt ist weiter und kann auch eine offene Aussage oder einen sichtbaren Gegenstand betreffen. Bloß besitzt ebenfalls weitere Bedeutungen, die mit fehlender Kleidung nichts zu tun haben müssen.
Schreibweise und Grammatik
Die Form lautet unbekleidet mit ei. Vor einem Nomen wird gebeugt: eine unbekleidete Figur, mit unbekleidetem Oberkörper. Die Form baut auf dem Partizip bekleidet auf.
Steigerung
Im gewöhnlichen Gebrauch wird das Adjektiv nicht gesteigert. Unterschiede werden durch die betroffenen Körperbereiche oder eine Angabe wie teilweise unbekleidet beschrieben.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | unbekleideter | unbekleidete | unbekleidetes | unbekleidete |
| Genitiv | unbekleideten | unbekleideter | unbekleideten | unbekleideter |
| Dativ | unbekleidetem | unbekleideter | unbekleidetem | unbekleideten |
| Akkusativ | unbekleideten | unbekleidete | unbekleidetes | unbekleidete |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | unbekleidete | unbekleidete | unbekleidete | unbekleideten |
| Genitiv | unbekleideten | unbekleideten | unbekleideten | unbekleideten |
| Dativ | unbekleideten | unbekleideten | unbekleideten | unbekleideten |
| Akkusativ | unbekleideten | unbekleidete | unbekleidete | unbekleideten |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | unbekleideter | unbekleidete | unbekleidetes | unbekleideten |
| Genitiv | unbekleideten | unbekleideten | unbekleideten | unbekleideten |
| Dativ | unbekleideten | unbekleideten | unbekleideten | unbekleideten |
| Akkusativ | unbekleideten | unbekleidete | unbekleidetes | unbekleideten |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Bildbeschreibung vergleicht eine Schülerin zwei Skulpturen. Die erste trägt einen dargestellten Mantel, die zweite zeigt den Körper ohne Kleidung.
Die zweite Skulptur stellt eine unbekleidete Figur dar. Dadurch werden Körperhaltung und Bewegung deutlicher sichtbar als bei der von einem Mantel umgebenen ersten Figur.
Der Text benennt eine gestalterische Wirkung. Er wertet die Darstellung nicht moralisch und erfindet keine Absicht der dargestellten Person.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
