unbesiegbar

Unbesiegbar bedeutet nicht zu besiegen oder wird übertreibend für eine scheinbar unangreifbare Stärke verwendet.

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Was bedeutet unbesiegbar?

Wörtlich formuliert das Wort eine sehr starke Behauptung: Niemand könne den Gegner überwinden. In Sportberichten, Erzählungen und Gesprächen bezeichnet es häufig eher den Eindruck großer Überlegenheit. Ein langer Erfolgslauf allein beweist keine Unbesiegbarkeit.

Bei Figuren kann das Wort auch ihr Selbstbild zeigen. Wer sich unbesiegbar fühlt, schätzt die eigenen Grenzen womöglich anders ein als die Erzählinstanz. Daher ist entscheidend, ob die Aussage als Tatsache, Eindruck oder Übertreibung erscheint.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Nach mehreren Siegen hält sich die Mannschaft für unbesiegbar.“ Der Satz beschreibt eine Selbsteinschätzung, keine Garantie künftiger Ergebnisse.
  • „Im Märchen scheint der Wächter zunächst unbesiegbar.“ Die Formulierung lässt offen, ob später eine Grenze oder Schwäche sichtbar wird.
  • „Der Erfolg beweist nicht, dass die Gruppe unbesiegbar ist.“ Vergangene Siege werden von einer absoluten Aussage über die Zukunft getrennt.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Unbesiegt bedeutet, dass bisher im betrachteten Zeitraum keine Niederlage eingetreten ist. Unbesiegbar behauptet wesentlich mehr: Eine Niederlage sei nicht möglich.

Stark lässt Schwächen und mögliche Niederlagen zu. Unbezwingbar ist ähnlich wie unbesiegbar, wird aber auch für Hindernisse oder schwer unterdrückbare Gefühle gebraucht.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet unbesiegbar mit ie. Formen sind ein unbesiegbarer Gegner und gegen unbesiegbare Figuren. Die Endung -bar kennzeichnet hier eine behauptete Möglichkeit beziehungsweise deren Verneinung.

Steigerung

Gewöhnlich wird das Wort nicht gesteigert. Ist die Bedeutung wörtlich gemeint, lässt „nicht zu besiegen“ keinen zusätzlichen Grad zu. Bei Vergleichen sind stärker oder schwerer zu besiegen genauer.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunbesiegbarerunbesiegbareunbesiegbaresunbesiegbare
Genitivunbesiegbarenunbesiegbarerunbesiegbarenunbesiegbarer
Dativunbesiegbaremunbesiegbarerunbesiegbaremunbesiegbaren
Akkusativunbesiegbarenunbesiegbareunbesiegbaresunbesiegbare
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunbesiegbareunbesiegbareunbesiegbareunbesiegbaren
Genitivunbesiegbarenunbesiegbarenunbesiegbarenunbesiegbaren
Dativunbesiegbarenunbesiegbarenunbesiegbarenunbesiegbaren
Akkusativunbesiegbarenunbesiegbareunbesiegbareunbesiegbaren
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunbesiegbarerunbesiegbareunbesiegbaresunbesiegbaren
Genitivunbesiegbarenunbesiegbarenunbesiegbarenunbesiegbaren
Dativunbesiegbarenunbesiegbarenunbesiegbarenunbesiegbaren
Akkusativunbesiegbarenunbesiegbareunbesiegbaresunbesiegbaren

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Sportgeschichte gewinnt eine Figur mehrere Wettkämpfe und verzichtet daraufhin auf Vorbereitung. Nach einer Niederlage muss sie ihr Selbstbild überdenken.

Die Figur verwechselt unbesiegt mit unbesiegbar. Aus vergangenen Erfolgen leitet sie ab, dass sie auch künftig nicht verlieren könne. Die spätere Niederlage macht diesen Fehlschluss sichtbar.

Die Gegenüberstellung erklärt eine wichtige Bedeutungsgrenze und zugleich die Entwicklung der erfundenen Figur.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.