unbeweisbar
Unbeweisbar bedeutet mit den betreffenden Mitteln oder innerhalb des angegebenen Rahmens nicht zu beweisen.
Was bedeutet unbeweisbar?
Die Bezeichnung ist stärker als die Feststellung, dass ein Beweis bisher nicht vorliegt. Wer eine Behauptung unbeweisbar nennt, behauptet eine Grenze der Beweismöglichkeit. Deshalb sollte erkennbar sein, welche Informationen, Verfahren oder Annahmen gemeint sind.
Aus Unbeweisbarkeit folgt nicht automatisch Falschheit. Es können Informationen fehlen, die sich nicht mehr beschaffen lassen. In fachlichen Zusammenhängen können andere, genau festgelegte Grenzen gelten. Der jeweilige Beweisbegriff muss daher zum Gebiet passen.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Mit den erhaltenen Unterlagen bleibt die genaue Absicht unbeweisbar.“ Die Aussage begrenzt sich auf die vorhandene Informationsgrundlage.
- „Der Text nennt die Vermutung unbeweisbar, erklärt diese Einschätzung aber nicht.“ Eine behauptete Beweisgrenze benötigt selbst eine Begründung.
- „Eine derzeit unbewiesene Aussage ist nicht schon grundsätzlich unbeweisbar.“ Fehlender gegenwärtiger Beweis und ausgeschlossene Beweismöglichkeit werden getrennt.
Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Unbewiesen besagt, dass kein Beweis vorliegt. Unbeweisbar behauptet, dass ein solcher im genannten Rahmen nicht erbracht werden kann.
Unbegründet betrifft fehlende oder nicht tragfähige Gründe. Eine Aussage kann begründet vermutet werden, ohne streng beweisbar zu sein.
Schreibweise und Grammatik
Die Form lautet unbeweisbar mit ei und einfachem s vor -bar. Beispiele sind eine unbeweisbare Behauptung und mit unbeweisbaren Vermutungen.
Steigerung
Eine Steigerung ist im sachlichen Gebrauch nicht sinnvoll. Besser ist, die Stärke der Belege oder die begrenzten Nachweismöglichkeiten konkret zu beschreiben.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | unbeweisbarer | unbeweisbare | unbeweisbares | unbeweisbare |
| Genitiv | unbeweisbaren | unbeweisbarer | unbeweisbaren | unbeweisbarer |
| Dativ | unbeweisbarem | unbeweisbarer | unbeweisbarem | unbeweisbaren |
| Akkusativ | unbeweisbaren | unbeweisbare | unbeweisbares | unbeweisbare |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | unbeweisbare | unbeweisbare | unbeweisbare | unbeweisbaren |
| Genitiv | unbeweisbaren | unbeweisbaren | unbeweisbaren | unbeweisbaren |
| Dativ | unbeweisbaren | unbeweisbaren | unbeweisbaren | unbeweisbaren |
| Akkusativ | unbeweisbaren | unbeweisbare | unbeweisbare | unbeweisbaren |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | unbeweisbarer | unbeweisbare | unbeweisbares | unbeweisbaren |
| Genitiv | unbeweisbaren | unbeweisbaren | unbeweisbaren | unbeweisbaren |
| Dativ | unbeweisbaren | unbeweisbaren | unbeweisbaren | unbeweisbaren |
| Akkusativ | unbeweisbaren | unbeweisbare | unbeweisbares | unbeweisbaren |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählanalyse möchte eine Schülerin behaupten, die schweigende Figur verfolge einen bestimmten geheimen Plan. Der Text zeigt weder Gedanken noch spätere Handlungen, die ihn bestätigen.
Der behauptete geheime Plan ist mit den Angaben dieser Szene nicht zu beweisen. Als mögliche Deutung müsste er vorsichtig formuliert und gegen andere Erklärungen abgewogen werden.
Die Formulierung begrenzt die Aussage auf die vorliegende Szene. Sie erklärt nicht jede Deutung für beliebig und behauptet keine absolute Unbeweisbarkeit unter allen denkbaren Umständen.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
