unmöglich
Form & Grammatik
- Stichwort
- unmöglich
- Worttrennung
- un·mög·lich
- Komparativ
- unmöglicher
- Superlativ
- am unmöglichsten
In streng logischer Bedeutung ist Unmöglichkeit nicht abstufbar. Die Formen unmöglicher und am unmöglichsten sind dagegen im wertenden oder bewusst übertreibenden Gebrauch geläufig.
Unmöglich bedeutet nicht durchführbar, wertend auch nicht hinnehmbar oder höchst ungewöhnlich.
Was bedeutet unmöglich?
Ob etwas unmöglich ist, hängt bei praktischen Aufgaben oft von den genannten Bedingungen ab. Ein Vorhaben kann in zehn Minuten unmöglich und mit ausreichend Zeit gut machbar sein. Eine genaue Formulierung nennt deshalb die entscheidende Begrenzung.
In unmögliches Benehmen ist keine fehlende Durchführbarkeit gemeint: Das Verhalten findet statt, wird aber stark abgelehnt. Die Wendung die unmöglichsten Dinge bezeichnet wiederum überraschende oder besonders ungewöhnliche Dinge.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Ohne Schlüssel ist das Öffnen dieser Tür auf dem vorgesehenen Weg unmöglich.“ Die Aussage ist an eine konkrete Voraussetzung gebunden.
- „Sie findet es unmöglich, dass er andere ständig unterbricht.“ Das Wort bewertet ein tatsächlich beobachtetes Verhalten.
- „In seiner Tasche finden sich die unmöglichsten Kleinigkeiten.“ Die Wendung hebt deren überraschende Verschiedenartigkeit hervor.
Synonyme für unmöglich: passend zum Zusammenhang
Unmöglich kann fehlende Durchführbarkeit oder starke Missbilligung ausdrücken. Bei Aufgaben sind die Bedingungen entscheidend; bei einem unmöglichen Benehmen findet das Verhalten gerade statt, wird aber abgelehnt. Eine Alternative muss diese Lesarten trennen. Schwierig ist zudem nicht dasselbe wie unmöglich: Ein hoher Aufwand kann eine Lösung erschweren, ohne sie auszuschließen.
| Alternative | Passender Zusammenhang | Bedeutungsunterschied |
|---|---|---|
| nicht durchführbar | Vorhaben unter bestimmten Bedingungen nicht umsetzbar | Sachliche Umschreibung, die Zeit, Mittel oder andere Voraussetzungen nennen sollte. |
| unerfüllbar | Forderung oder Bedingung lässt sich nicht erfüllen | Passt bei Ansprüchen und Wünschen, nicht bei jedem missbilligten Verhalten. |
| inakzeptabel | Als nicht hinnehmbar bewerteter Vorgang | Ersetzt die wertende Lesart und benennt keine tatsächliche Unmöglichkeit des Geschehens. |
Eigene Satzbeispiele: Was ändert sich?
Ausgangssatz: „Mit nur einer Stunde Vorbereitungszeit ist die Aufführung unmöglich.“
Alternative: „Mit nur einer Stunde Vorbereitungszeit ist die Aufführung nicht durchführbar.“
Die Umschreibung erhält die Bedingung. Ohne die Zeitangabe würde die Aussage weiter reichen und möglicherweise auch eine Aufführung nach ausreichender Vorbereitung ausschließen.
Ausgangssatz: „Sie fand sein ständiges Unterbrechen unmöglich.“
Alternative: „Sie fand sein ständiges Unterbrechen inakzeptabel.“
Inakzeptabel macht die Ablehnung eindeutig. Das Unterbrechen ist offensichtlich möglich und geschieht; bewertet wird, ob es im Gespräch hingenommen werden soll.
Nicht gleichbedeutend: Unwahrscheinlich bezeichnet geringe Erwartbarkeit, nicht Unmöglichkeit. Unpassend ist bei Verhalten häufig schwächer. Die umgangssprachliche Wendung die unmöglichsten Dinge meint wiederum ungewöhnliche Dinge, nicht Gegenstände, die gar nicht existieren können.
Beim Formulieren: Aus das kann unmöglich stimmen wird das kann unter diesen Voraussetzungen nicht zutreffen. Die Umschreibung hilft nur dann, wenn die Voraussetzungen tatsächlich benannt werden und den starken Ausschluss tragen.
Prüfe beim Schreiben die Reichweite der Behauptung. Scheitert etwas grundsätzlich, nur mit den vorhandenen Mitteln oder bloß an einer zu knappen Frist? Eine präzise Einschränkung ist oft hilfreicher als ein pauschales unmöglich oder dessen ebenso absolutes Synonym.
Weitere Abgrenzungen: Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Unerfüllbar passt besonders zu Forderungen, Bedingungen und Wünschen. Unmöglich kann außerdem Verhalten bewerten oder Verwunderung ausdrücken.
Unpassend ist bei Verhalten häufig weniger scharf. Unmöglich bringt meist eine deutlich stärkere Ablehnung zum Ausdruck.
Schreibweise und Grammatik
Die Schreibung lautet unmöglich mit ö. Formen sind eine unmögliche Aufgabe und mit unmöglichen Forderungen. In Das kann unmöglich stimmen verstärkt es die Verneinung der Möglichkeit.
Steigerung
In streng logischer Bedeutung ist Unmöglichkeit nicht abstufbar. Die Formen unmöglicher und am unmöglichsten sind dagegen im wertenden oder bewusst übertreibenden Gebrauch geläufig.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | unmöglicher | unmögliche | unmögliches | unmögliche |
| Genitiv | unmöglichen | unmöglicher | unmöglichen | unmöglicher |
| Dativ | unmöglichem | unmöglicher | unmöglichem | unmöglichen |
| Akkusativ | unmöglichen | unmögliche | unmögliches | unmögliche |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | unmögliche | unmögliche | unmögliche | unmöglichen |
| Genitiv | unmöglichen | unmöglichen | unmöglichen | unmöglichen |
| Dativ | unmöglichen | unmöglichen | unmöglichen | unmöglichen |
| Akkusativ | unmöglichen | unmögliche | unmögliche | unmöglichen |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | unmöglicher | unmögliche | unmögliches | unmöglichen |
| Genitiv | unmöglichen | unmöglichen | unmöglichen | unmöglichen |
| Dativ | unmöglichen | unmöglichen | unmöglichen | unmöglichen |
| Akkusativ | unmöglichen | unmögliche | unmögliches | unmöglichen |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Szene erklärt eine Figur eine Arbeit zunächst für unmöglich. Auf Nachfrage zeigt sich, dass sie nur die geforderte Fertigstellung bis zum Abend für ausgeschlossen hält.
Die Aufgabe ist für sie unter der gesetzten Frist unmöglich. Die Präzisierung lässt offen, dass sie mit mehr Zeit lösbar wäre.
Die Analyse prüft die Reichweite des starken Wortes und benennt die Bedingung, auf die sich das Urteil tatsächlich bezieht.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
