unsterblich

Unsterblich bedeutet wörtlich nicht sterbend beziehungsweise dem Tod nicht unterworfen; übertragen kann es dauerhaft in Erinnerung bleibend oder verstärkend außerordentlich stark heißen.

Adjektivliste & Wortwerkstatt öffnen

Was bedeutet unsterblich?

In Mythen, Märchen oder erfundenen Welten kann ein Wesen als unsterblich dargestellt werden. Welche Grenzen diese Eigenschaft besitzt, bestimmt die jeweilige Erzählung; Unsterblichkeit ist nicht automatisch dasselbe wie Unverwundbarkeit.

Wer sich durch ein Werk unsterblich macht, lebt bildhaft im Andenken weiter. In unsterblich verliebt dient das Wort dagegen als starke Gefühlsverstärkung. Diese übertragene Verwendung behauptet keine tatsächlich unbegrenzte Lebensdauer.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Im erfundenen Märchen altert das unsterbliche Wesen nicht und überlebt viele Generationen.“ Unsterblichkeit gehört zu den ausdrücklich festgelegten Regeln der erzählten Welt.
  • „Die Figur hofft, sich mit ihrem Werk unsterblich zu machen.“ Gemeint ist die bleibende Erinnerung an Person oder Werk.
  • „Er erklärt, unsterblich verliebt zu sein.“ Die starke Formulierung betont sein Gefühl, ohne dessen gesamte Zukunft beweisen zu können.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Unverwundbar bedeutet nicht verletzbar. Ein erzählerisch unsterbliches Wesen kann trotzdem Schmerzen oder Verletzungen erleben, wenn die Geschichte das so festlegt.

Unvergesslich beschreibt eine starke oder bleibende Erinnerung. Das steht der bildhaften Unsterblichkeit näher als die wörtliche Aussage über das Sterben.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet unsterblich mit b vor -lich. Formen sind ein unsterbliches Wesen und mit unsterblichen Figuren. In unsterblich verliebt bleibt das erste Adjektiv unverändert.

Steigerung

Im wörtlichen Sinn wird unsterblich nicht gesteigert. Auch die feste Gefühlsverstärkung unsterblich verliebt benötigt keine eigene Steigerungsreihe.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunsterblicherunsterblicheunsterblichesunsterbliche
Genitivunsterblichenunsterblicherunsterblichenunsterblicher
Dativunsterblichemunsterblicherunsterblichemunsterblichen
Akkusativunsterblichenunsterblicheunsterblichesunsterbliche
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunsterblicheunsterblicheunsterblicheunsterblichen
Genitivunsterblichenunsterblichenunsterblichenunsterblichen
Dativunsterblichenunsterblichenunsterblichenunsterblichen
Akkusativunsterblichenunsterblicheunsterblicheunsterblichen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunsterblicherunsterblicheunsterblichesunsterblichen
Genitivunsterblichenunsterblichenunsterblichenunsterblichen
Dativunsterblichenunsterblichenunsterblichenunsterblichen
Akkusativunsterblichenunsterblicheunsterblichesunsterblichen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Fantasiegeschichte kann eine Figur nicht sterben, wird bei einem Sturz aber verletzt. Sie muss sich ausruhen, bevor sie weitergehen kann.

Die Figur ist unsterblich, aber nicht unverwundbar. Die Verletzung widerspricht der festgelegten Unsterblichkeit nicht, sondern zeigt eine andere Grenze ihrer Fähigkeiten.

Die Erklärung unterscheidet zwei häufig vermischte Eigenschaften innerhalb der erzählten Welt. Sie überträgt diese Regeln nicht auf reale menschliche Lebensbedingungen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.