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untätig

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
untätig
Worttrennung
un·tä·tig
Komparativ
untätiger
Superlativ
am untätigsten

Die Steigerung lautet untätig – untätiger – am untätigsten. Bei Personen sollten Zeitraum, Handlungsmöglichkeiten und erwartete Aufgabe berücksichtigt werden.

Formen und Verwendung im Detail

Untätig bedeutet keine Tätigkeit oder keine im Zusammenhang erwartete Handlung ausführend.

Was bedeutet untätig?

Wer untätig bleibt, greift beispielsweise in eine Entwicklung nicht ein. Die Formulierung enthält häufig Kritik, weil eine Handlung möglich oder erforderlich erscheint. Ob die Person tatsächlich helfen konnte, muss jedoch gesondert geprüft werden.

Eine Pause, bewusstes Abwarten und fehlende Möglichkeit zu handeln sind unterschiedliche Gründe äußerer Untätigkeit. Auch intensives Nachdenken muss von außen nicht sichtbar sein. Für eine faire Beschreibung ist deshalb entscheidend, welche Handlung konkret ausbleibt.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Während die anderen aufbauen, bleibt er untätig am Rand stehen.“ Eine erwartete Beteiligung an der sichtbaren Arbeit fehlt.
  • „Die Gruppe bleibt nicht untätig, sondern organisiert einen Ersatztermin.“ Eine konkrete Reaktion wird benannt.
  • „Sie wirkt untätig, wartet aber auf die zugesagte Freigabe.“ Der äußere Eindruck erhält eine zusätzliche Erklärung.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Unbeteiligt beschreibt fehlende Teilnahme oder Anteilnahme. Eine Person kann an einem Geschehen beteiligt sein und dennoch vorübergehend untätig bleiben.

Faul unterstellt eine Neigung, notwendige Anstrengung zu vermeiden. Untätig benennt zunächst das Ausbleiben einer Tätigkeit und erklärt dessen Ursache nicht.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet untätig mit ä. Formen sind ein untätiger Beobachter und mit untätigen Händen. Häufig steht es bei bleiben oder zusehen.

Steigerung

Die Steigerung lautet untätig – untätiger – am untätigsten. Bei Personen sollten Zeitraum, Handlungsmöglichkeiten und erwartete Aufgabe berücksichtigt werden.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativuntätigeruntätigeuntätigesuntätige
Genitivuntätigenuntätigeruntätigenuntätiger
Dativuntätigemuntätigeruntätigemuntätigen
Akkusativuntätigenuntätigeuntätigesuntätige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativuntätigeuntätigeuntätigeuntätigen
Genitivuntätigenuntätigenuntätigenuntätigen
Dativuntätigenuntätigenuntätigenuntätigen
Akkusativuntätigenuntätigeuntätigeuntätigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativuntätigeruntätigeuntätigesuntätigen
Genitivuntätigenuntätigenuntätigenuntätigen
Dativuntätigenuntätigenuntätigenuntätigen
Akkusativuntätigenuntätigeuntätigesuntätigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Szene fällt bei einer Veranstaltung das Licht aus. Eine Figur steht zunächst still, weil sie auf eine Anweisung wartet; danach führt sie die Gäste zum beleuchteten Ausgang.

Zunächst bleibt die Figur äußerlich untätig. Ihr späteres Handeln und das Warten auf eine Anweisung begrenzen jedoch die Deutung, sie sei grundsätzlich gleichgültig oder hilfsunwillig.

Der Absatz berücksichtigt den zeitlichen Verlauf, statt einen kurzen Zustand zur festen Charaktereigenschaft zu machen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.