unwiederbringlich
Unwiederbringlich bedeutet verloren oder vergangen und nicht wiederzubeschaffen.
Was bedeutet unwiederbringlich?
Unwiederbringlich kann ein Gegenstand, eine Gelegenheit oder ein vergangener Augenblick sein. Das Wort hebt hervor, dass gerade dieses Verlorene nicht zurückgeholt werden kann. Ein Ersatz kann möglich sein, ohne das Original zurückzubringen.
Die starke Aussage braucht einen nachvollziehbaren Grund. Etwas, das nur vorübergehend nicht auffindbar ist, muss noch nicht unwiederbringlich verloren sein. Bei Erinnerungen kann zudem unterschieden werden zwischen dem vergangenen Ereignis und seiner fortbestehenden Bedeutung.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Mit dem verbrannten einzigen Brief ist das Original unwiederbringlich verloren.“ Die Voraussetzung schließt die Rückgewinnung genau dieses Gegenstands aus.
- „Der gemeinsam verbrachte Nachmittag ist unwiederbringlich vergangen, bleibt aber lebendig in Erinnerung.“ Vergangenheit und Erinnerbarkeit werden getrennt.
- „Die Figur hält die Gelegenheit für unwiederbringlich, obwohl später eine neue Möglichkeit entsteht.“ Eine subjektive Bewertung wird von späteren Entwicklungen unterschieden.
Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Unumkehrbar betrifft eine Veränderung, die sich nicht rückgängig machen lässt. Unwiederbringlich richtet den Blick auf das Verlorene oder Vergangene.
Unvergesslich bezeichnet das Bleiben in der Erinnerung. Ein unwiederbringlicher Augenblick kann gerade deshalb besonders eindrücklich erinnert werden.
Schreibweise und Grammatik
Die Schreibung lautet unwiederbringlich mit wieder und ie, weil es um das Zurückbringen geht. Formen sind ein unwiederbringlicher Verlust und mit unwiederbringlichen Erinnerungsstücken.
Steigerung
Unwiederbringlich wird gewöhnlich nicht gesteigert. Eine unsichere Wiederbeschaffung sollte als Unsicherheit beschrieben werden, statt vorschnell einen endgültigen Verlust zu behaupten.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | unwiederbringlicher | unwiederbringliche | unwiederbringliches | unwiederbringliche |
| Genitiv | unwiederbringlichen | unwiederbringlicher | unwiederbringlichen | unwiederbringlicher |
| Dativ | unwiederbringlichem | unwiederbringlicher | unwiederbringlichem | unwiederbringlichen |
| Akkusativ | unwiederbringlichen | unwiederbringliche | unwiederbringliches | unwiederbringliche |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | unwiederbringliche | unwiederbringliche | unwiederbringliche | unwiederbringlichen |
| Genitiv | unwiederbringlichen | unwiederbringlichen | unwiederbringlichen | unwiederbringlichen |
| Dativ | unwiederbringlichen | unwiederbringlichen | unwiederbringlichen | unwiederbringlichen |
| Akkusativ | unwiederbringlichen | unwiederbringliche | unwiederbringliche | unwiederbringlichen |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | unwiederbringlicher | unwiederbringliche | unwiederbringliches | unwiederbringlichen |
| Genitiv | unwiederbringlichen | unwiederbringlichen | unwiederbringlichen | unwiederbringlichen |
| Dativ | unwiederbringlichen | unwiederbringlichen | unwiederbringlichen | unwiederbringlichen |
| Akkusativ | unwiederbringlichen | unwiederbringliche | unwiederbringliches | unwiederbringlichen |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Geschichte wird eine handschriftliche Nachricht versehentlich vernichtet. Die Empfängerin kennt ihren Inhalt noch, doch Schriftbild und persönliche Spuren lassen sich nicht wiederherstellen.
Das Original ist unwiederbringlich verloren. Die Erinnerung an den Inhalt bleibt, ersetzt aber nicht den konkreten Brief mit seinen individuellen Merkmalen.
Der Absatz erklärt den Unterschied zwischen inhaltlicher Erinnerung und dem Verlust des einmaligen Gegenstands.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
