vegetativ

Vegetativ bezeichnet grundlegende Lebens- und Wachstumsfunktionen; je nach Fachgebiet betrifft es unwillkürliche Körperabläufe oder ungeschlechtliche Pflanzenvermehrung.

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Was bedeutet vegetativ?

In der Medizin ist das vegetative Nervensystem für Körpervorgänge wie die Regelung des Herzschlags und der Verdauung zuständig, die überwiegend ohne bewusste Willenssteuerung ablaufen. Vegetativ ist hier eine Funktionsbezeichnung und keine Bewertung eines Menschen.

In der Botanik betrifft vegetativ insbesondere Wachstum und Erhaltung sowie bei der Vermehrung die Entstehung neuer Pflanzen ohne Verschmelzung von Geschlechtszellen. Ein Steckling ist dafür ein anschauliches Beispiel. Vegetativ und vegetarisch sind verschiedene Wörter.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Der Sachtext erklärt die Aufgaben des vegetativen Nervensystems.“ Gemeint ist die Steuerung grundlegender Körperfunktionen.
  • „Die Pflanze wird vegetativ durch Stecklinge vermehrt.“ Eine neue Pflanze entsteht aus einem Pflanzenteil.
  • „Der Versuch unterscheidet vegetatives Wachstum von der Ausbildung der Blüten.“ Der Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau der Pflanze, nicht ihrer geschlechtlichen Fortpflanzung.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Vivipar betrifft eine bestimmte Entwicklungsweise von Nachkommen. Vegetativ besitzt andere und weiter gefasste Fachbedeutungen.

Unwillkürlich heißt ohne bewusste Absicht. In der Beschreibung von Körperabläufen berühren sich die Bedeutungen, sind aber nicht in jedem Zusammenhang austauschbar.

Schreibweise und Grammatik

Man schreibt vegetativ mit ge und der Endung -ativ. Formen sind vegetative Vermehrung und ein vegetatives Organ.

Steigerung

Vegetativ wird in diesen Fachbedeutungen gewöhnlich nicht gesteigert. Unterschiede beschreibt man über die betroffene Funktion oder den konkreten Vorgang.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativvegetativervegetativevegetativesvegetative
Genitivvegetativenvegetativervegetativenvegetativer
Dativvegetativemvegetativervegetativemvegetativen
Akkusativvegetativenvegetativevegetativesvegetative
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativvegetativevegetativevegetativevegetativen
Genitivvegetativenvegetativenvegetativenvegetativen
Dativvegetativenvegetativenvegetativenvegetativen
Akkusativvegetativenvegetativevegetativevegetativen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativvegetativervegetativevegetativesvegetativen
Genitivvegetativenvegetativenvegetativenvegetativen
Dativvegetativenvegetativenvegetativenvegetativen
Akkusativvegetativenvegetativevegetativesvegetativen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Gartenbeschreibung schneidet die Gärtnerin geeignete Pflanzenteile ab und zieht daraus neue Pflanzen. Ein begleitender Text nennt das Verfahren, statt nur allgemein von Nachwuchs zu sprechen.

Die Pflanzen werden vegetativ vermehrt: Neue Exemplare entstehen aus Pflanzenteilen. Der erklärende Nachsatz macht die Fachbezeichnung auch ohne botanische Vorkenntnisse verständlich.

Die Darstellung erklärt den Vorgang in der Szene. Sie überträgt den Begriff nicht auf Ernährung und behauptet nicht, dass jede Pflanzenart auf dieselbe Weise vermehrt werden kann.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.