wahhabitisch

Wahhabitisch bedeutet auf den Wahhabismus, seine Lehren oder seine Anhänger bezogen. Der Ausdruck bezeichnet einen bestimmten Zusammenhang innerhalb des Islams.

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Was bedeutet wahhabitisch?

Der Name steht in Verbindung mit der Lehre Muhammad ibn Abd al-Wahhabs. Wahhabitisch wird unter anderem bei der Untersuchung religiöser Auslegungen und der Geschichte Saudi-Arabiens verwendet. Für eine genaue Aussage muss erkennbar sein, welche Lehre, Institution oder historische Entwicklung gemeint ist.

Das Wort ist kein allgemeines Synonym für islamisch und auch keine Nationalitätsbezeichnung. Nicht jede muslimische Person und nicht jeder Mensch aus Saudi-Arabien ist deshalb wahhabitisch einzuordnen. Ebenso ersetzt die Bezeichnung keine konkrete Prüfung politischer Einstellungen oder einzelner Handlungen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Der Fachtext untersucht wahhabitische Auslegungen bestimmter religiöser Fragen.“ Die Aussage bezieht sich auf einen bestimmten Lehrzusammenhang.
  • „Die Studie beschreibt den historischen Einfluss wahhabitischer Gelehrter.“ Untersucht werden benannte Akteure in einem zeitlichen Zusammenhang.
  • „Die Autorin unterscheidet wahhabitische Lehren von anderen islamischen Traditionen.“ Der engere Begriff wird nicht auf den gesamten Islam übertragen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Islamisch betrifft den Islam im weiteren Sinn. Wahhabitisch bezeichnet eine bestimmte Strömung beziehungsweise Auslegungstradition.

Saudisch ist eine Länderzuordnung. Historische Verbindungen zwischen Staat und religiöser Lehre machen beide Wörter nicht gleichbedeutend.

Schreibweise und Grammatik

Man schreibt wahhabitisch, mit zwei aufeinanderfolgenden h: wahhabitische Lehren, ein wahhabitischer Einfluss. Die Schreibung folgt der deutschen Form Wahhabismus.

Steigerung

Als religionsgeschichtliche Zuordnung wird das Wort normalerweise nicht gesteigert. Ein stärkerer Einfluss sollte ausdrücklich beschrieben und zeitlich eingegrenzt werden.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwahhabitischerwahhabitischewahhabitischeswahhabitische
Genitivwahhabitischenwahhabitischerwahhabitischenwahhabitischer
Dativwahhabitischemwahhabitischerwahhabitischemwahhabitischen
Akkusativwahhabitischenwahhabitischewahhabitischeswahhabitische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwahhabitischewahhabitischewahhabitischewahhabitischen
Genitivwahhabitischenwahhabitischenwahhabitischenwahhabitischen
Dativwahhabitischenwahhabitischenwahhabitischenwahhabitischen
Akkusativwahhabitischenwahhabitischewahhabitischewahhabitischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwahhabitischerwahhabitischewahhabitischeswahhabitischen
Genitivwahhabitischenwahhabitischenwahhabitischenwahhabitischen
Dativwahhabitischenwahhabitischenwahhabitischenwahhabitischen
Akkusativwahhabitischenwahhabitischewahhabitischeswahhabitischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Quellenanalyse nennt eine Schülerin einen saudischen Autor wahhabitisch, obwohl sie bisher nur seinen Geburtsort kennt. Sie überarbeitet die Aussage.

Die Herkunft des Autors ist bekannt; eine wahhabitische Ausrichtung wäre dagegen anhand seiner Lehren oder Zugehörigkeiten zu begründen.

Die Korrektur trennt Herkunft und religiöse Position. Sie ermöglicht eine sachliche Einordnung ohne pauschale Zuschreibung.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.