waidmännisch

Waidmännisch bedeutet in der Art eines Jägers beziehungsweise nach jagdlichem Brauch. Auch die Schreibweise weidmännisch ist gebräuchlich.

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Was bedeutet waidmännisch?

Das Wort gehört zur Sprache der Jagd. Es kann eine Ausdrucksweise, einen Brauch oder ein Vorgehen beschreiben. Häufig schwingt die Vorstellung mit, dass jemand sich entsprechend den überlieferten jagdlichen Regeln verhält.

Eine waidmännische Bezeichnung ist zunächst ein Ausdruck aus diesem Fach- und Traditionsbereich. Daraus folgt nicht automatisch eine allgemeine rechtliche Erlaubnis oder ein Nachweis fachgerechten Handelns. Ein genauer Text erklärt, welcher Brauch oder welche Regel tatsächlich gemeint ist.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Führung erklärt die waidmännische Bezeichnung für das Tier.“ Das Adjektiv ordnet den Ausdruck der Jägersprache zu.
  • „Der Roman beschreibt einen waidmännischen Gruß.“ Hier geht es um einen jagdlichen Brauch.
  • „Die Gruppe erläutert, was sie in diesem Zusammenhang unter waidmännischem Verhalten versteht.“ Die konkrete Erwartung wird benannt, statt nur mit einem Traditionswort vorausgesetzt.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Jagdlich bedeutet allgemein die Jagd betreffend. Waidmännisch betont stärker die Art, Sprache oder Gepflogenheiten der Jagdausübenden.

Weidgerecht hebt die Übereinstimmung mit jagdlichen Regeln und Wertvorstellungen hervor. Die Wörter können sich überschneiden, sind aber nicht in jeder Verbindung gleichbedeutend.

Schreibweise und Grammatik

Zulässig sind waidmännisch und weidmännisch, jeweils mit ä und nn: eine waidmännische Wendung. Die Tabellen zeigen die Variante mit ai.

Steigerung

Im üblichen fachlichen Gebrauch wird das Wort nicht gesteigert. Wenn ein Verhalten bewertet wird, sollte der konkrete Maßstab beschrieben werden.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwaidmännischerwaidmännischewaidmännischeswaidmännische
Genitivwaidmännischenwaidmännischerwaidmännischenwaidmännischer
Dativwaidmännischemwaidmännischerwaidmännischemwaidmännischen
Akkusativwaidmännischenwaidmännischewaidmännischeswaidmännische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwaidmännischewaidmännischewaidmännischewaidmännischen
Genitivwaidmännischenwaidmännischenwaidmännischenwaidmännischen
Dativwaidmännischenwaidmännischenwaidmännischenwaidmännischen
Akkusativwaidmännischenwaidmännischewaidmännischewaidmännischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativwaidmännischerwaidmännischewaidmännischeswaidmännischen
Genitivwaidmännischenwaidmännischenwaidmännischenwaidmännischen
Dativwaidmännischenwaidmännischenwaidmännischenwaidmännischen
Akkusativwaidmännischenwaidmännischewaidmännischeswaidmännischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählanalyse fällt einem Schüler ein ungewöhnlicher Tiername auf. Die sprechende Figur arbeitet als Jägerin.

Die waidmännische Wortwahl kennzeichnet den fachlichen Sprachgebrauch der Figur. Sie sagt zunächst etwas über ihre Ausdrucksweise, nicht über ihre gesamte Persönlichkeit.

Der Absatz bindet die Wortwahl an den Kontext und vermeidet es, daraus unbelegte moralische Eigenschaften abzuleiten.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.