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emsig

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
emsig
Worttrennung
em·sig
Komparativ
emsiger
Superlativ
am emsigsten

Steigerung bei Fleiß und Eifer. Emsige Arbeit sagt noch nicht, ob die einzelnen Schritte sinnvoll oder erfolgreich sind.

Formen und Verwendung im Detail

Emsig: Mit anhaltendem Fleiß und großem Eifer tätig, häufig rastlos beschäftigt.

Was bedeutet emsig?

Emsig beschreibt ein fleißiges, eifriges Tätigsein, das fortlaufend oder rastlos wirkt. Das Wort lenkt den Blick auf viele Arbeitsschritte und den beständigen Einsatz. Es kann Menschen, Gruppen oder bildhaft auch Tiere kennzeichnen. Eine emsige Helferin kümmert sich beispielsweise ohne längere Unterbrechung um verschiedene Aufgaben. Ob ihr Tun erfolgreich ist, sagt das Adjektiv für sich genommen nicht.

Häufig klingt Anerkennung mit, weil jemand sich Mühe gibt und tätig wird. In einem ironischen Zusammenhang kann emsig aber auch eine Geschäftigkeit beschreiben, deren Nutzen fraglich bleibt. Entscheidend ist, ob die vielen Handlungen etwas voranbringen oder nur Beschäftigung zeigen. Das Wort bedeutet zudem nicht zwangsläufig hektisch: Eine Person kann emsig und dennoch geordnet, ruhig und aufmerksam arbeiten.

Drei Beispiele für emsig

Eigene Sprachbeispiele mit Erläuterungen.

„Im Werkraum sortierte Lene emsig Schrauben, legte Werkzeuge bereit und half beim Zusammenbau.“

Die Folge konkreter Tätigkeiten macht ihren fortlaufenden Einsatz sichtbar. Ihre Arbeit umfasst mehr als einen kurzen energischen Beginn.

„Der Ausschuss produzierte emsig neue Formulare, während die eigentliche Reparatur weiter ausblieb.“

Der Gegensatz kann eine ironische Bewertung tragen. Sichtbare Tätigkeit wird hier von der Lösung der Aufgabe getrennt.

„Auf dem Weg bewegten sich emsige Ameisen zwischen dem Nest und einem gefallenen Zweig.“

Das Wort überträgt die Vorstellung fleißiger Arbeit auf beobachtete Tierbewegungen. Es belegt keine menschlichen Absichten der Tiere.

Ähnliche Wörter unterscheiden

Beflissen
Betont das eifrige Bemühen und kann übertriebene Dienstbereitschaft mitschwingen lassen. Emsig richtet den Blick stärker auf das fortlaufende Tätigsein.
Aktiv
Bedeutet selbst tätig oder beteiligt. Emsig beschreibt zusätzlich die Intensität und Beständigkeit des Einsatzes.

Schreibung und Grammatik

Formen sind ein emsiger Helfer, eine emsige Gruppe und ein emsiges Treiben. Die Steigerung lautet emsiger, am emsigsten. In alle arbeiteten emsig bleibt das Wort unverändert. Das Substantiv Emsigkeit bezeichnet die entsprechende Art des Tätigseins. Emsig wird häufig zusammen mit Verben wie arbeiten, sammeln, vorbereiten oder ordnen verwendet.

Wie Adjektive gebeugt und im Satz verwendet werden, erklärt die Übersicht der Adjektive.

Beugung von emsig

Eine emsige Helferin arbeitet mit Fleiß und Eifer. Die Beugung sagt nichts darüber, wie erfolgreich oder sinnvoll ihre vielen Arbeitsschritte sind.

Die Endung vor einem Nomen richtet sich nach Fall, Geschlecht, Zahl und Begleiter. In der gemischten Beugung steht im Plural keine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne ArtikelDie Formen nach Fall, Geschlecht und Zahl vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin SingularFeminin SingularNeutrum SingularPlural alle Genera
Nominativemsigeremsigeemsigesemsige
Genitivemsigenemsigeremsigenemsiger
Dativemsigememsigeremsigememsigen
Akkusativemsigenemsigeemsigesemsige
Schwache Beugung · nach der, die, dasDie Formen nach Fall, Geschlecht und Zahl vergleichen.
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin SingularFeminin SingularNeutrum SingularPlural alle Genera
Nominativemsigeemsigeemsigeemsigen
Genitivemsigenemsigenemsigenemsigen
Dativemsigenemsigenemsigenemsigen
Akkusativemsigenemsigeemsigeemsigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keineDie Formen nach Fall, Geschlecht und Zahl vergleichen.
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin SingularFeminin SingularNeutrum SingularPlural alle Genera
Nominativemsigeremsigeemsigesemsigen
Genitivemsigenemsigenemsigenemsigen
Dativemsigenemsigenemsigenemsigen
Akkusativemsigenemsigeemsigesemsigen

Herkunft und Wortbildung

Duden nennt mittelhochdeutsch emʒec sowie althochdeutsche Formen und verbindet das Wort mit einer älteren Bedeutung beständig. Die Herkunft gehört damit zum Bedeutungsfeld des unablässigen Tätigseins.

Verwendung in einer Charakterisierung

Eigene Musterformulierung: Lene zeigt sich im Werkraum emsig, weil sie beständig Material vorbereitet und anderen bei den nächsten Arbeitsschritten hilft. Eine Analyse kann die Tätigkeit aufzählen und anschließend ihre Funktion erklären. Wird dieselbe Geschäftigkeit ironisch erzählt, sollte die Darstellung dieses Urteil und seinen Anlass ausdrücklich berücksichtigen.

Weitere Hinweise zu Beobachtung, Textbeleg und Deutung bietet die Anleitung zur Charakterisierung.

Emsig in der Übersicht der Charaktereigenschaften