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Animosität

Form & Grammatik

SubstantivFremdwort
Stichwort
Animosität
Worttrennung
Ani·mo·si·tät
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Animosität
Plural
die Animositäten

Innere Haltung und beobachtbare Äußerung unterscheiden; eine sachliche Meinungsverschiedenheit allein beweist keine Animosität.

Gebrauch: Gehoben; eine feindselige Einstellung oder einzelne feindselige Äußerungen. Der Plural kann konkrete Äußerungen oder verschiedene persönliche Gegnerschaften bezeichnen.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Eine Animosität ist eine feindselige Einstellung oder eine feindselige Äußerung. Das gehobene Wort kann sowohl eine persönliche Gegnerschaft als auch einen einzelnen Ausdruck dieser Gegnerschaft bezeichnen.

Bedeutungen

Eine feindselige Einstellung

Wer Animosität gegen jemanden oder etwas empfindet, steht dem Gegenüber feindselig gegenüber. Die Bezeichnung geht damit über eine bloß unterschiedliche Meinung hinaus. Sie sagt für sich genommen aber nicht, wie die Haltung entstanden ist oder ob sie sich in einem bestimmten Verhalten zeigt.

„Die Erzählung schildert die Animosität der beiden Nachbarn gegeneinander.“

Das Beispiel benennt ihr feindliches Verhältnis. Eine Analyse müsste an Aussagen oder Verhalten zeigen, worauf diese Deutung beruht; ein einzelner knapper Gruß allein beweist die behauptete Haltung noch nicht.

Eine feindselige Äußerung

Animosität kann außerdem eine einzelne feindselige Bemerkung oder Äußerung meinen. Dann steht der konkrete sprachliche Ausdruck im Mittelpunkt. Besonders beim Plural Animositäten hilft der Zusammenhang zu erkennen, ob solche Bemerkungen oder persönliche Gegnerschaften gemeint sind.

„Die Besprechung enthielt neben sachlichen Einwänden mehrere Animositäten gegen den Verfasser.“

Der Satz trennt Kritik am Inhalt von feindseligen Äußerungen gegen die Person. Dass eine Äußerung unfreundlich wirkt, macht sie aber nicht automatisch zu einer zutreffenden Beschreibung der inneren Haltung.

Animosität: Synonyme und andere Wörter

Bei der Haltung

Feindseligkeit ist eine nahe Umschreibung. Antipathie oder Abneigung kann ein ablehnendes Empfinden ausdrücken, ohne in jedem Zusammenhang dieselbe feindselige Schärfe zu haben.

„Zwischen ihnen besteht Animosität. – Sie stehen einander feindselig gegenüber.“

Beide Fassungen betonen die Gegnerschaft. Mit Sie sind unterschiedlicher Meinung wäre lediglich ein Sachunterschied benannt; die persönliche Haltung bliebe offen.

Bei einzelnen Bemerkungen

Feindselige Bemerkung erklärt den gemeinten Ausdruck unmittelbar. Stichelei kann eine gezielte Spitze bezeichnen, wirkt je nach Zusammenhang aber auch spielerischer. Kritik ist weiter und kann sachlich sowie freundlich formuliert sein.

„Der Kommentar war eine Animosität. – Der Kommentar enthielt eine feindselige Bemerkung.“

Der Vergleich verdeutlicht den Kern. Ob tatsächlich Feindseligkeit vorliegt, muss der Wortlaut oder Zusammenhang tragen; das Etikett Animosität ersetzt diese Begründung nicht.

Beispiele und Verwendung

Persönliches und Sachliches trennen

„Die Beteiligten wollen den Vorschlag ohne persönliche Animositäten besprechen.“

Die Formulierung fordert, eine persönliche Gegnerschaft aus der Sachfrage herauszuhalten. Sie behauptet noch nicht, dass alle Beteiligten dieselbe Ansicht haben müssen.

Den Bezug nennen

„Seine Animosität richtet sich gegen die neue Leitung.“

Gegen die neue Leitung benennt das Ziel der feindseligen Haltung. Ob eine einzelne Person oder ein Gremium gemeint ist, muss der weitere Zusammenhang zeigen.

Den Plural genau verstehen

„Im Brief stehen mehrere Animositäten gegen die frühere Kollegin.“

Hier legt stehen den Bezug auf schriftliche feindselige Äußerungen nahe. In gegenseitige Animositäten überwinden kann dagegen stärker die belastete Beziehung gemeint sein.

Grammatik und Beugung

Das Nomen ist feminin: die Animosität, im Genitiv der Animosität. Die Mehrzahl lautet die Animositäten, im Dativ den Animositäten. Im Singular bleibt die Wortform in allen vier Fällen gleich.

Die Worttrennung lautet Ani·mo·si·tät. In der Verbindung Animosität gegen jemanden oder etwas steht nach gegen der Akkusativ: etwa gegen den Sprecher. Die Ergänzung bezeichnet die Richtung der feindseligen Haltung oder Äußerung.

Animosität: Singular und Plural
FallSingularPlural
Nominativdie Animositätdie Animositäten
Genitivder Animositätder Animositäten
Dativder Animositätden Animositäten
Akkusativdie Animositätdie Animositäten

Herkunft

Animosität geht auf lateinisch animositas zurück. Der heutige deutsche Gebrauch bezeichnet Feindseligkeit beziehungsweise deren Ausdruck; der Kontext entscheidet, ob eine Haltung oder eine einzelne Äußerung gemeint ist.