Depletion
Form & Grammatik
- Stichwort
- Depletion
- Worttrennung
- De·ple·ti·on
- Artikel
- die
- Geschlecht
- feminin
- Genitiv
- der Depletion
- Plural
- die Depletionen
Gebrauch: Medizinisches und biowissenschaftliches Fachwort für Verringerung oder Entfernung bestimmter Stoffe beziehungsweise Zellbestände. Plural im Dativ den Depletionen; keine Personenbezeichnung.
Definition · kurz erklärt
Depletion bezeichnet in medizinischen und biowissenschaftlichen Texten die Verringerung oder Entfernung bestimmter Stoffe oder Zellbestände. Dazu kann etwa ein erhöhter Verbrauch körpereigener Stoffe führen. In Forschung und Behandlung kann auch eine gezielte Abreicherung gemeint sein. Welche Substanz oder Zellart betroffen ist, muss der Zusammenhang erklären.
Bedeutung
Ein Bestand wird vermindert oder entfernt
Das Fachwort beschreibt eine Entleerung, Verminderung oder Entfernung. Im medizinischen Gebrauch können körpereigene Stoffe durch einen gesteigerten Verbrauch abnehmen. Eine Depletion kann aber auch gezielt herbeigeführt werden, etwa wenn bestimmte Zellen aus einem Präparat oder bestimmte Proteine aus einer Laborprobe entfernt werden.
„Das Versuchsprotokoll beschreibt die Depletion bestimmter Proteine aus einer Serumprobe vor der weiteren Analyse.“
Die genannten Proteine werden in der Probe abgereichert. Das Beispiel beschreibt eine Probenvorbereitung; es sagt nicht, dass der Versuchsperson im Körper dieselben Proteine fehlen. Auch eine vollständige Entfernung bis auf null ist durch das Wort allein nicht zugesichert.
Depletion: Synonyme und andere Wörter
Verringerung, Abreicherung und Entfernung
Verringerung ist die allgemein verständliche Umschreibung. Abreicherung passt, wenn der Anteil oder Bestand eines bestimmten Stoffes oder Zelltyps vermindert wird. Entfernung kann den gezielten Vorgang hervorheben. Wie weit dieser geht, muss genauer angegeben werden.
„Die Untersuchung prüft die Depletion des ausgewählten Proteins.“ → „Die Untersuchung prüft, wie stark das ausgewählte Protein abgereichert wird.“
Die zweite Fassung nennt ausdrücklich den Grad der Veränderung. Eine allgemeine Reduktion kann ebenfalls eine Verringerung meinen. Ihre speziellen Bedeutungen, etwa eine chemische Elektronenaufnahme, dürfen aber nicht automatisch auf Depletion übertragen werden.
Einen Mangel vom Vorgang unterscheiden
Ein Mangel an einem Stoff bedeutet, dass im Verhältnis zu einem Bedarf zu wenig davon vorhanden ist. Depletion hebt die Verminderung oder Entleerung hervor. Ob dadurch tatsächlich eine Unterversorgung entsteht, hängt vom untersuchten Zusammenhang ab.
„Der Bericht beschreibt eine Depletion.“ ≠ „Der Bericht weist damit schon eine bestimmte Mangelerkrankung nach.“
Für die zweite Aussage wären zusätzliche Befunde nötig. Auch Erschöpfung im alltäglichen Sinn von Müdigkeit ist kein allgemeines Ersatzwort für das medizinische Fachwort.
Beispiele und Verwendung
Den betroffenen Bestand nennen
„Die beiden Abschnitte behandeln die Depletion eines Stoffvorrats und die gezielte Depletion einer Zellgruppe.“
Die Ergänzungen machen deutlich, was jeweils abnimmt. Sie verhindern, dass jede Verwendung als dieselbe Ursache oder dasselbe Verfahren gelesen wird. Ein erhöhter Verbrauch und eine gezielte Entfernung können beide zu einer Verminderung führen.
Fachliche Zusammensetzungen lesen
„Im Glossar wird Leukozytendepletion als Abreicherung weißer Blutzellen im untersuchten Blutprodukt erklärt.“
Der erste Wortbestandteil benennt hier die betroffenen Zellen. Das zusammengesetzte Fachwort sagt für sich noch nicht, mit welchem Verfahren oder bis zu welcher Restmenge gearbeitet wird. Ein bestimmter Nutzen oder eine Empfehlung für eine Behandlung folgt daraus ebenfalls nicht.
Probe und Organismus auseinanderhalten
„Nach der Depletion in der Probe bleiben andere Bestandteile für den nächsten Analyseschritt erhalten.“
Die Aussage betrifft den beschriebenen Laborversuch. Sie lässt offen, ob das Verfahren nur die beabsichtigten Bestandteile erfasst und wie vollständig die Abreicherung gelungen ist. Diese Fragen werden am konkreten Versuch geprüft.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Depletion. Das Nomen ist feminin; der Genitiv Singular lautet der Depletion. Der Plural die Depletionen kann mehrere unterscheidbare Vorgänge oder Fälle bezeichnen. Die Singularform bleibt in allen vier Fällen gleich. Die Pluralendung lautet -en; im Dativ heißt es den Depletionen, ohne ein weiteres n.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Depletion | die Depletionen |
| Genitiv | der Depletion | der Depletionen |
| Dativ | der Depletion | den Depletionen |
| Akkusativ | die Depletion | die Depletionen |
Wie schreibt man Depletion?
Die Worttrennung lautet De·ple·ti·on. Das Nomen wird großgeschrieben. Das p steht vor l; die Wortschreibung bleibt auch im Plural Depletionen erhalten. Eine Leukozytendepletion ist eine Zusammensetzung und keine gebeugte Form des einfachen Nomens.
Herkunft
Depletion geht auf lateinisch depletio zurück, das mit der Vorstellung des Ausleerens verbunden ist. Die Herkunft erklärt das gemeinsame Bild einer Entleerung. Welche medizinische oder experimentelle Veränderung im Einzelnen gemeint ist, ergibt sich aus dem heutigen Fachzusammenhang.
Weitere Wörter erklärt das Fremdwörterbuch.
