Remix
Form & Grammatik
- Stichwort
- Remix
- Worttrennung
- Re·mix
- Artikel
- der oder das
- Geschlecht
- Maskulinum oder Neutrum
- Genitiv
- des Remix oder des Remixes
- Plural
- maskulin: die Remixe; neutral: die Remixes
Musiksprache; auch in allgemeiner Netz- und Alltagssprache.
Die zwei Genus-/Pluralreihen werden getrennt gezeigt.
Ein Remix entsteht durch erneutes Mischen einer bereits vorhandenen Tonaufnahme. Das Wort kann sowohl die Bearbeitung als auch ihre fertige Fassung bezeichnen.
Bedeutungen
1 Eine Aufnahme neu mischen
Beim Remix werden Bestandteile einer vorhandenen Aufnahme neu zusammengestellt, gewichtet oder ergänzt. Das kann etwa Stimme, Rhythmus oder weitere Klangschichten betreffen. Ein bloßes Abspielen derselben Aufnahme ist noch kein erneutes Mischen.
„Für den Remix setzte die Produzentin den Gesang über einen anderen Rhythmus.“
Der Satz beschreibt die Bearbeitung. Er sagt nicht, dass alle Bestandteile neu aufgenommen wurden.
2 Die neu gemischte Fassung
Auch das Ergebnis nennt man Remix. Eine Ausgangsaufnahme kann mehrere solche Fassungen haben. Welche Elemente darin erhalten bleiben, hängt von der Bearbeitung ab.
„Auf dem Album stehen die Originalfassung und zwei Remixe des Songs.“
Der Plural bezeichnet hier zwei fertige Versionen. Er behauptet nicht, dass es zwei neue Kompositionen sind.
Synonyme für Remix
Neumischung und neu gemischte Fassung
Neumischung passt zur Tätigkeit und zum Ergebnis. Neu gemischte Fassung benennt das Ergebnis ausdrücklich. „Die Neumischung dauert noch“ kann den Arbeitsvorgang meinen; „Die neue Fassung ist länger“ beschreibt den fertigen Titel.
Bearbeitung und Neuaufnahme
Bearbeitung ist weiter und kann auch eine Änderung von Text oder Arrangement ohne die Arbeit mit einer bestehenden Aufnahme meinen. Bei einer Neuaufnahme wird erneut aufgenommen. Ein Remix muss dagegen keine vollständige Neuaufnahme sein.
Beispiele und Verwendung
„Im Remix setzt der Bass später ein als im Original.“
Der Vergleich nennt einen konkreten Unterschied zwischen Fassungen. Er begründet noch kein Urteil, welche besser ist.
„Für die Feier wählten wir den kürzeren Remix.“
Hier bezeichnet das Wort eine abspielbare Fassung. Ein Remix ist nicht automatisch länger oder tanzbarer als die Ausgangsaufnahme.
Wer eine Fassung als Banger bezeichnet, lobt sie. Remix beschreibt dagegen, wie sie zur Ausgangsaufnahme steht. Auch ein weniger gelungener Remix bleibt eine Neumischung.
Grammatik und Beugung
Es gibt zwei lexikografisch geführte Reihen: der Remix mit dem Plural Remixe und das Remix mit dem Plural Remixes. Beide haben im Genitiv Singular die Formen des Remix und des Remixes. Die Worttrennung lautet Re·mix.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Remix | die Remixe |
| Genitiv | des Remix / des Remixes | der Remixe |
| Dativ | dem Remix | den Remixen |
| Akkusativ | den Remix | die Remixe |
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das Remix | die Remixes |
| Genitiv | des Remix / des Remixes | der Remixes |
| Dativ | dem Remix | den Remixes |
| Akkusativ | das Remix | die Remixes |
Die beiden Tabellen zeigen die jeweils zugehörige Pluralreihe. Im Dativ Plural unterscheiden sich den Remixen und den Remixes. Die Genitivendung es und die Pluralendung es können gleich aussehen, erfüllen aber unterschiedliche grammatische Aufgaben.
