Arbeit ist des Ruhmes Mutter
Form & Grammatik
- Stichwort
- Arbeit ist des Ruhmes Mutter.
- Form
- Gleichsetzung mit einem vorangestellten Genitivattribut.
Gebrauch: Historisch überliefert; würdigend oder mahnend verwendbar.
Definition · kurz erklärt
Anerkennung kann aus tatsächlicher Arbeit und Leistung entstehen. Der Spruch beschreibt Einsatz als Ursprung eines verdienten guten Rufes.
Bedeutungen
Ruhm aus Leistung erwachsen lassen
Arbeit wird als Mutter vorgestellt, die den Ruhm hervorbringt. Das Verwandtschaftsbild verbindet den sichtbaren Erfolg mit seiner oft weniger sichtbaren Voraussetzung. Wer nur die Auszeichnung betrachtet, übersieht möglicherweise Übung, Vorbereitung und ausdauernde Tätigkeit, die ihr vorausgegangen sind.
„Alle sehen die gelungene Aufführung, kaum jemand die vielen Proben davor. Arbeit ist des Ruhmes Mutter.“
Die Anerkennung gilt im Beispiel einer Leistung, die vorbereitet wurde. Der Satz macht diesen Zusammenhang sichtbar, ohne die öffentliche Aufmerksamkeit selbst zum einzigen sinnvollen Ziel der Arbeit zu erklären.
Viele wichtige Arbeiten bleiben ohne Ruhm. Umgekehrt kann Aufmerksamkeit auch ohne besondere Leistung entstehen. Der Spruch ist eine Wertung zugunsten verdienter Anerkennung, kein zuverlässiges Gesetz über Bekanntheit oder sozialen Erfolg.
Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede
Ohne Fleiß kein Preis
„Ohne Fleiß kein Preis“ betont den nötigen Einsatz für einen Erfolg. Das Mutterbild richtet den Blick besonders auf die Herkunft von Ansehen und öffentlicher Anerkennung.
Regelmäßig zu proben verbessert die Aufführung; der spätere Beifall sollte diese vorherige Arbeit nicht unsichtbar machen.
Beispiele und Verwendung
Eine Vorbereitung anerkennen
„Hinter dem kurzen Vortrag steckt eine sorgfältige Recherche. Das sollte im Lob mitgenannt werden.“
Die Würdigung bezieht sich auf die konkrete Arbeit, nicht nur auf das glänzende Ergebnis.
Grammatik
Arbeit ist das Subjekt. Des Ruhmes ist ein Genitivattribut zu Mutter und steht vor diesem Nomen. Die ganze Gruppe des Ruhmes Mutter ist das Prädikativ zu ist. Heute wäre auch die freie Erklärung die Mutter des Ruhmes verständlich.
