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Tugend macht und erhält Freundschaft

Form & Grammatik

Sprichwort
Stichwort
Tugend macht und erhält Freundschaft.
Form
Aussagesatz mit einem gemeinsamen Subjekt und zwei verbundenen Prädikaten.

Gebrauch: Historisch überliefert; Tugend wird im Zusammenhang mit tatsächlich gezeigtem Verhalten erklärt.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Anständiges und verlässliches Verhalten kann Freundschaft entstehen lassen und erhalten. Der Spruch betont die Qualität des Umgangs miteinander.

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Bedeutungen

Eine Freundschaft durch gutes Verhalten tragen

Tugend steht hier für gute Eigenschaften, die sich im Handeln zeigen, etwa Aufrichtigkeit, Rücksicht und Verlässlichkeit. Solches Verhalten kann Vertrauen ermöglichen und es über längere Zeit festigen. Der Spruch betrachtet deshalb nicht nur den ersten Kontakt, sondern auch den Bestand einer Beziehung: Freundschaft wird durch den weiteren Umgang mitgestaltet.

Als Kira einen Fehler bei der gemeinsamen Planung bemerkte, sprach sie ihn offen an und half bei der Korrektur. Oskar wusste danach, dass er sich auch in unangenehmen Situationen auf sie verlassen konnte. „Tugend macht und erhält Freundschaft.“

Die Offenheit ist hier eine beobachtbare Handlung. Sie trägt zum Vertrauen bei; das Beispiel setzt nicht bloß ein pauschales Lob von Kiras Charakter voraus.

Gutes Verhalten garantiert weder erwiderte Zuneigung noch eine dauerhafte Freundschaft. Kontakt, Interesse und freiwillige Nähe müssen ebenfalls passen. Der Spruch begründet keinen Anspruch auf die Freundschaft eines anderen Menschen.

Ähnliche Sprichwörter und ihre Unterschiede

Gleich und Gleich gesellt sich gern

Gleich und Gleich beschreibt Gemeinsamkeiten als möglichen Anlass für Nähe. Der Tugend-Spruch hebt die Verlässlichkeit und Anständigkeit des Umgangs hervor, die eine Beziehung tragen können.

Ein gemeinsames Hobby kann zwei Menschen zusammenbringen. Wie sie mit einem Fehler des anderen umgehen, betrifft zusätzlich die Qualität ihrer Freundschaft.

Beispiele und Verwendung

Eine verlässliche Handlung würdigen

„Du hast die unangenehme Nachricht nicht verschwiegen und bist bei der Lösung geblieben. Tugend macht und erhält Freundschaft.“

Das Lob benennt eine konkrete Grundlage des Vertrauens und bleibt dadurch nachvollziehbar.

Grammatik

Tugend ist das Subjekt im Singular. Macht und erhält stehen beide in der dritten Person Singular. Freundschaft ist das gemeinsame Akkusativobjekt; macht bedeutet hier sinngemäß hervorbringen oder stiften. Die Verbindung mit und braucht kein zusätzliches Komma.