für
Form & Grammatik
- Stichwort
- für
- Worttrennung
- für
- Kasus
- Akkusativ
- Gebrauch
- Unveränderliche Präposition.
Zum Beispiel für den Mann, für das Kind, für mich. Fürs steht für für das. Die Präposition selbst wird nicht gebeugt.
Für ist eine Präposition mit Akkusativ. Sie kann einen Empfänger, Zweck, Zeitraum, Austausch oder eine Bewertung kennzeichnen. Welche Bedeutung vorliegt, hängt von der Verbindung im Satz ab.
Eine Beziehung zwischen Satzteilen
In „ein Geschenk für dich“ nennt für den Empfänger. In „üben für die Prüfung“ nennt es ein Ziel. Bei „für zwei Tage bleiben“ wird ein Zeitraum angegeben. Die Präposition hat deshalb kein einzelnes Ersatzwort, das in all diesen Fällen passen würde.
Auch ein Austausch oder eine Bewertung kann gemeint sein: etwas für zehn Euro kaufen, etwas für richtig halten. In der Verbindung für jemanden einspringen bezeichnet für eine Vertretung. Es ist jeweils die gesamte Wortverbindung, die den Sinn bestimmt.
Umschreiben statt blind austauschen
| Verbindung | Mögliche Umschreibung | Grenze |
|---|---|---|
| für jemanden bestimmt | jemand soll es erhalten | Passt zum Empfänger, nicht zu jeder Zweckangabe. |
| für jemanden einspringen | jemanden vertreten | Benötigt einen anderen Satzbau. |
| für richtig halten | als richtig ansehen | Erhält die Bewertung, nicht jede andere Bedeutung von für. |
„Dieses Buch ist für Mila.“
„Mila soll dieses Buch erhalten.“
Die zweite Fassung erklärt einen möglichen Empfängerbezug. Der erste Satz könnte je nach Situation auch bedeuten, dass das Buch für Mila geeignet ist. Der Kontext muss deshalb mitgelesen werden.
„Ben hält den Hinweis für wichtig.“
„Ben sieht den Hinweis als wichtig an.“
Beide Sätze geben Bens Einschätzung wieder. Sie behaupten nicht, dass die Wichtigkeit unabhängig von seinem Urteil bewiesen ist.
Immer auf den Kasus achten
Für verlangt den Akkusativ: für den Mann, für die Frau, für das Kind; bei Pronomen für mich, für dich, für ihn. Die umgangssprachliche Verschmelzung fürs steht für für das, etwa fürs gemeinsame Essen.
Die ganze Verbindung prüfen
Bei einer Umformulierung sollte zuerst geklärt werden, was für im konkreten Satz leistet. Ein Ersatz durch wegen, zu oder an kann die Beziehung verändern. Wörterbücher erklären solche Präpositionen deshalb sinnvollerweise mit mehreren vollständigen Beispielen. So lässt sich auch erkennen, ob ein Satz den Zweck einer Handlung nennt oder lediglich die Person, für die sie gedacht ist.
