größtenteils
Form & Grammatik
- Stichwort
- größtenteils
- Worttrennung
- größ·ten·teils
- Gebrauch
- unveränderlich; keine Deklination in der hier erklärten adverbialen Verwendung
Unveränderliches Adverb für den überwiegenden Anteil, nicht für uneingeschränkte Vollständigkeit.
größtenteils: Größtenteils bedeutet, dass etwas zum überwiegenden Teil zutrifft. Das Wort lässt Ausnahmen oder einen kleineren verbleibenden Anteil ausdrücklich zu.
Bedeutung und wichtige Unterschiede
Eine größtenteils abgeschlossene Arbeit ist weit fortgeschritten, aber noch nicht vollständig erledigt. Genau diese Einschränkung kann für eine Aussage wichtig sein. Wer größtenteils durch ganz ersetzt, behauptet mehr, als ursprünglich gesagt wurde.
Das Wort kann Mengen, Personengruppen, Zeiträume oder Bestandteile betreffen. Ein Text kann größtenteils aus Dialogen bestehen; Gäste können größtenteils schon eingetroffen sein. Was jeweils als Gesamtheit betrachtet wird, muss aus dem Satz hervorgehen.
Größtenteils gibt für sich genommen keinen genauen Prozentsatz an. Die Formulierung betont einen großen oder überwiegenden Anteil. Für einen Rechenschaftsbericht oder eine statistische Auswertung kann deshalb eine konkrete Zahl zusätzlich nötig sein.
Die Nähe zu meistens darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass meistens oft die Häufigkeit von Fällen oder Zeitpunkten hervorhebt. Größtenteils kann dagegen den Umfang innerhalb eines einzigen Gegenstands beschreiben. Welche Alternative passt, hängt von dieser Bezugsgröße ab.
Synonyme im Zusammenhang vergleichen
| Alternative | Unterschied und Verwendung |
|---|---|
| überwiegend | Bei einem vorherrschenden Anteil. |
| zum größten Teil | Ausführlichere Umschreibung mit ähnlicher Aussage. |
| weitgehend | Betont einen großen Umfang, auch beim Erfüllen einer Anforderung. |
| meistens | Vor allem bei wiederkehrenden Fällen oder Zeitpunkten. |
„Das Dach ist größtenteils repariert.“ – „Das Dach ist vollständig repariert.“
Der zweite Satz lässt keine offenen Teile erkennen. Der erste hält gerade fest, dass noch etwas fehlen kann. Für die weitere Planung ist dieser Unterschied wesentlich.
„Das Buch besteht größtenteils aus Briefen.“ – „Das Buch besteht meistens aus Briefen.“
Größtenteils passt hier zum Anteil der Briefe am Buch. Meistens klingt, als ändere sich der Inhalt bei verschiedenen Gelegenheiten. Die Alternative verschiebt also den Bezug der Aussage.
Grammatik und Verwendung
Größtenteils ist ein Adverb und bleibt unverändert. Es erhält keine Endung wie ein attributives Adjektiv. Man schreibt das Wort klein und zusammen; die Trennstellen sind größ·ten·teils.
Die Stellung im Satz kann den Schwerpunkt verändern. In „Größtenteils stammen die Bilder von ihr“ betrifft die Einschränkung die Herkunft der Bilder. Eine genauere Angabe kann klarstellen, welche Ausnahmen gemeint sind.
