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immer

Form & Grammatik

Adverb · Partikel
Stichwort
immer
Worttrennung
im·mer
Gebrauch
Zeitadverb oder verstärkende beziehungsweise verallgemeinernde Partikel; unverändert, ohne Beugung und eigene Steigerung.

Immer leiser verbindet immer mit dem Komparativ eines anderen Wortes. Immer zwei kann jeweils bedeuten; wo immer verallgemeinert den Ort.

immer: Immer kann zeitliche Dauer oder Wiederholung ausdrücken; als Partikel verstärkt oder verallgemeinert es je nach Satz eine Aussage.

Bedeutung und Zusammenhang

Als Adverb kann immer bedeuten, dass etwas andauert oder jedes Mal wiederkehrt. „Das Licht brennt immer“ beschreibt eine andere Situation als „Immer beim Öffnen geht das Licht an“. Im zweiten Satz geht es um wiederkehrende Anlässe, nicht notwendig um pausenloses Brennen.

Mit einem Komparativ kann immer eine fortschreitende Veränderung ausdrücken: Etwas wird immer leiser. In „immer zwei zusammen“ kann es jeweils bedeuten. Als Partikel erscheint es etwa in „wo immer Hilfe nötig ist“: Hier wird der Ort verallgemeinert, nicht ein Zeitraum gezählt.

Synonyme im Gebrauch

Stets und ständig passen zu dauerndem oder sehr häufig wiederkehrendem Geschehen. Jedes Mal präzisiert den wiederholten Anlass. Jeweils passt bei einer Verteilung oder einzelnen wiederkehrenden Einheiten.

Immer häufiger lässt sich mit zunehmend häufig erläutern. In verallgemeinernden Verbindungen kann auch helfen: „wo immer“ bedeutet etwa „wo auch“. Diese Alternativen gehören zu unterschiedlichen Funktionen und sind nicht überall austauschbar.

Wörter im Satz vergleichen

Vergleiche: „Immer wenn es regnet, schließt sie das Fenster.“
„Sie hält das Fenster immer geschlossen.“

Der erste Satz nennt eine wiederkehrende Bedingung. Der zweite beschreibt einen dauerhaften Zustand. Der gemeinsame Ausdruck immer führt also nicht zu derselben zeitlichen Aussage.

Vergleiche: „Die Musik wurde immer leiser.“
„Die Musik war immer leise.“

Im ersten Satz verändert sich die Lautstärke schrittweise. Im zweiten bleibt die niedrige Lautstärke bestehen. Der Komparativ leiser trägt zusammen mit immer die Bedeutung des zunehmenden Verlaufs.

Verwendung und Satzbau

In „wo immer du bist“ wirkt immer verallgemeinernd. Die Aussage lässt verschiedene Orte zu. In Aufforderungen wie „Immer langsam!“ kann es verstärken und bremsend wirken. Solche Verwendungen lassen sich nicht als gewöhnliche Zeitangabe erklären.

Auch die Stellung einer Verneinung ist wichtig: nicht immer bedeutet, dass etwas nicht in jedem Fall zutrifft. Es ist kein gleichwertiger Ersatz für nie. Wer eine Aussage zusammenfasst, darf eine eingeschränkte Häufigkeit nicht zu einem vollständigen Ausschluss verstärken.

Für einen genauen Text sollte erkennbar sein, ob immer wörtlich gemeint ist oder nur eine empfundene Häufigkeit betont. Eine verärgerte Figurenrede kann „Du störst immer“ sagen, während ein sachlicher Bericht die tatsächlich beobachteten Fälle nennt.