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immerfort

Form & Grammatik

Adverb
Stichwort
immerfort
Worttrennung
im·mer·fort
Gebrauch
unveränderlich; keine Deklination in der hier erklärten adverbialen Verwendung

Unveränderliches Adverb für Fortdauer oder ständige Wiederholung. Der genaue zeitliche Ablauf folgt aus dem Zusammenhang.

immerfort: Immerfort bedeutet ständig, fortdauernd oder immer wieder; der Zusammenhang entscheidet zwischen ununterbrochenem Verlauf und häufiger Wiederholung.

Bedeutung und Zusammenhang

Immerfort beschreibt etwas, das fortdauert oder sich ständig wiederholt. Ein Geräusch kann immerfort zu hören sein; eine Frage kann immerfort neu gestellt werden. Im ersten Fall kann ein anhaltender Zustand gemeint sein, im zweiten eine Folge einzelner Vorgänge. Das Wort allein legt diese Unterscheidung nicht in jeder Situation fest.

Häufig hebt immerfort die Beharrlichkeit oder störende Dauer hervor. Diese Bewertung entsteht aber auch durch das Verb und den Ton. Eine Figur kann immerfort schimpfen, während ein Bach immerfort rauscht. Nicht jede Dauerangabe ist deshalb schon ein Vorwurf.

Synonyme im Gebrauch

Fortdauernd und anhaltend passen zu einem länger bestehenden Vorgang. Immer wieder verdeutlicht einzelne Wiederholungen. Ständig ist eine geläufige Alternative, bleibt aber ähnlich zwischen Dauer und Häufigkeit offen.

Ununterbrochen ist genauer, wenn tatsächlich keine Unterbrechung gemeint ist. Häufig lässt dagegen Pausen und einzelne Ausnahmen zu. Ein sachlicher Bericht sollte keine Pausenlosigkeit behaupten, wenn nur viele Wiederholungen beobachtet wurden.

Wörter im Satz vergleichen

Vergleiche: „Der Motor dröhnte immerfort.“
„Der Motor sprang immer wieder kurz an.“

Der erste Satz kann einen anhaltenden Lärm beschreiben. Der zweite nennt einzelne Starts mit möglichen Unterbrechungen. Beide sind andauernd störend denkbar, aber nicht derselbe technische Ablauf.

Vergleiche: „Sie fragte immerfort nach dem Ergebnis.“
„Sie fragte einmal nach dem Ergebnis.“

Der erste Satz betont Wiederholung. Der zweite begrenzt den Vorgang auf einen einzigen Anlass. Ob die wiederholten Fragen ungeduldig, besorgt oder notwendig sind, bleibt zusätzlich zu erklären.

Verwendung und Satzbau

Immerfort ist ein Adverb und bleibt in dieser Verwendung unverändert. Es bestimmt etwa, wie lange oder wie häufig eine Handlung geschieht. In „Er redete immerfort“ beschreibt es das Reden, ohne eine Endung für die Person zu erhalten.

In einer Erzählung kann das Wort eine empfundene Dauer verstärken. Eine wartende Figur nimmt ein Ticken vielleicht immerfort wahr, obwohl ihre Aufmerksamkeit zeitweise abschweift. Eine Analyse sollte diese Wahrnehmung nicht ohne Weiteres in eine genaue Zeitmessung umwandeln.

Für einen knappen sachlichen Text sind konkrete Angaben häufig hilfreicher: Wie lange dauerte das Geräusch, oder wie oft kam die Frage? Immerfort fasst einen Eindruck zusammen; Minuten und beobachtete Wiederholungen erklären seinen Umfang genauer.