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rundherum

Form & Grammatik

Adverb
Stichwort
rundherum
Worttrennung
rund·he·rum

Räumliche Angabe oder verstärkende Gesamtbewertung; die dritte Verwendung ist umgangssprachlich.

Gebrauch: Unveränderlich; keine Deklination oder Konjugation, keine Steigerungsformen.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Rundherum bedeutet rings um einen Bezugspunkt oder im Kreis um etwas; verstärkend kann es auch ganz und gar heißen.

Bedeutungen

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Rundherum beschreibt die Umgebung eines erkennbaren Mittelpunktes. Was sich dort befindet, muss keinen lückenlosen Kreis bilden. Der Bezugspunkt ergibt sich aus dem Satz oder aus der Situation.

„Wir stehen am Aussichtsturm; rundherum liegen Wiesen und kleine Wälder.“

Der Turm bildet den Bezugspunkt. Die Landschaft wird in mehreren Richtungen betrachtet, nicht nur unmittelbar vor dem Eingang.

Im Kreis herum

Bei einer Bewegung bedeutet rundherum, dass ein Weg um etwas herumführt. Das Wort beschreibt den Verlauf; es sagt allein nichts über Geschwindigkeit oder Entfernung.

„Die Kinder laufen einmal rundherum und kommen wieder am Start an.“

Der bekannte Platz wird umrundet. Erst die Ergänzung einmal und die Rückkehr machen hier die vollständige Runde deutlich.

Ganz und gar

Umgangssprachlich verstärkt rundherum eine Bewertung. Wer rundherum zufrieden ist, empfindet die Sache insgesamt als gelungen. Es handelt sich um eine Einschätzung, nicht um eine räumliche Angabe.

„Mit dem gemeinsamen Ausflug sind wir rundherum zufrieden.“

Die Zufriedenheit betrifft das gesamte Erlebnis. Daraus folgt nicht, dass jeder einzelne Programmpunkt fehlerlos gewesen sein muss.

Synonyme: andere Wörter für rundherum

Ringsherum oder ringsum?

Für die räumliche Umgebung passen ringsherum und ringsum. Beim Rundgang ist einmal herum oft die einfachste Alternative.

Die Ersetzung muss zum Satz passen: eine Umgebung beschreiben und einen Weg zurücklegen sind unterschiedliche Aussagen.

„Rundherum stehen Bäume“ lässt sich als „Ringsum stehen Bäume“ formulieren. „Wir laufen einmal herum“ beschreibt dagegen die Bewegung.

Völlig oder vollständig?

In einer verstärkenden Bewertung passen völlig oder ganz und gar. Vollständig eignet sich besonders für einen überprüfbaren Umfang.

Eine rundherum gelungene Feier wird insgesamt gelobt. Eine vollständige Liste enthält dagegen alle vorgesehenen Punkte; das ist eine andere Art der Aussage.

„Der Tag war rundherum gelungen“ ist eine Gesamtbewertung. „Die Unterlagen sind vollständig“ prüft, ob etwas fehlt.

Beispiele und Verwendung

„Rundherum ist alles ruhig.“ – „Sie dreht sich einmal rundherum.“

Im ersten Satz geht es um die Umgebung, im zweiten um eine Drehbewegung. Das Verb und der Zusammenhang lösen die Mehrdeutigkeit auf.

„Das war rundherum überzeugend.“ – „Die Häuser stehen rundherum.“

Das erste rundherum verstärkt ein Urteil, das zweite ordnet Gebäude räumlich ein. Mit einer bloßen Richtungsfrage lässt sich die erste Verwendung nicht erklären.

Grammatik und Beugung

Rundherum ist ein unveränderliches Adverb. Es erhält keine Fall-, Personen- oder Mehrzahlendungen. Auch vor einem Adjektiv bleibt es gleich: rundherum zufrieden, mit dem rundherum gelungenen Ausflug. Die Endung in gelungenen gehört zum Adjektiv, nicht zu rundherum.

Am Satzanfang folgt in einem Aussagesatz das gebeugte Verb: Rundherum stehen Bäume. Ebenso ist die Stellung nach dem Verb möglich: Die Bäume stehen rundherum. Das Wort wird zusammengeschrieben; beim Trennen am Zeilenende ist unter anderem rund·he·rum möglich.