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übergenug

Form & Grammatik

Adverb
Stichwort
übergenug
Worttrennung
über·ge·nug

Gebrauch: Unveränderlich; veraltend, oft abwertend: mehr als genug.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Übergenug bedeutet mehr als genug. Das heute veraltend wirkende Adverb kann betonen, dass eine Menge den Bedarf übersteigt. Häufig klingt dabei Kritik an einem Zuviel mit; die genaue Menge muss zusätzlich genannt werden.

Bedeutungen

Eine überreichliche Menge betonen

Wer übergenug sagt, vergleicht das Vorhandene mit dem, was benötigt oder für ausreichend gehalten wird. Der Maßstab kann von der Situation und von der sprechenden Person abhängen. Das Wort allein enthält keine Zahl.

„Nach Ansicht der Erzählerin gab es übergenug Gründe, die Reise zu verschieben.“

Sie hält die Gründe für mehr als ausreichend. Ob die anderen Figuren denselben Maßstab teilen, bleibt offen.

übergenug: Synonyme und andere Wörter

Den Überschuss beschreiben

mehr als genug · überreichlich · reichlich

Mehr als genug ist die gewöhnlichere Umschreibung. Reichlich kann bloß eine große oder gut ausreichende Menge meinen; übergenug hebt deutlicher das Überschreiten der ausreichenden Menge hervor. Zu viel spricht die negative Bewertung besonders direkt aus.

„Wir haben übergenug Material“ kann einen Überschuss betonen. „Wir haben genug Material“ sagt zunächst nur, dass es ausreicht.

Beispiele und Verwendung

„Die Figur klagt, sie habe übergenug von den langen Wiederholungen gehört.“

Die Klage richtet sich gegen ein empfundenes Zuviel. Sie ist keine neutrale Zählung der Wiederholungen.

„Für zehn Personen waren weit mehr Stühle vorhanden als benötigt.“

Die konkrete Beschreibung kann eine vage Mengenbewertung erläutern. Sie lässt sich nachvollziehen, wenn die Stuhlzahl genannt wird.

„In einer heutigen sachlichen Mitteilung steht stattdessen mehr als genug.“

Die Umschreibung vermeidet den veraltend wirkenden Ton, ohne eine neue Mengenangabe zu erfinden.

Grammatik und Beugung

Übergenug ist ein Adverb und unveränderlich. Es wird zusammengeschrieben und nicht nach Kasus, Genus oder Numerus gebeugt. Daher gibt es hier keine Beugungstabelle. Die Trennung lautet über·ge·nug. Wörter wie Gründe oder Material bestimmen ihren eigenen Satzbau; ihre Mehrzahl beziehungsweise Einzahl erzeugt keine Endung an übergenug.