Arzt
Form & Grammatik
- Stichwort
- Arzt
- Worttrennung
- Arzt
- Artikel
- der Arzt
- Geschlecht
- maskulin
- Genitiv
- des Arztes
- Plural
- die Ärzte
Gebrauch: Berufsbezeichnung für eine ärztlich ausgebildete und zugelassene Person. Maskuline Form mit männlichem oder je nach Zusammenhang allgemeinem Personenbezug; Dativ dem Arzt, seltener dem Arzte.
Definition · kurz erklärt
Ein Arzt ist eine in der Medizin ausgebildete und zur ärztlichen Behandlung zugelassene Person. Das Wort bezeichnet einen Beruf. Die maskuline Form kann einen Mann meinen oder in einem allgemeinen Zusammenhang Personen verschiedener Geschlechter einschließen. Die ausdrücklich weibliche Bezeichnung lautet Ärztin.
Bedeutungen
Eine ärztlich tätige Fachperson
Arzt bezeichnet den Beruf einer Person, die nach ihrer medizinischen Ausbildung zur Behandlung von Kranken zugelassen ist. Im Mittelpunkt steht die ärztliche Qualifikation und Tätigkeit. Welche Fachrichtung oder konkrete Aufgabe gemeint ist, nennt der Zusammenhang.
„Im Bericht erklärt der Arzt seine Arbeit auf einer Station.“
Der Satz benennt den beruflichen Zusammenhang. Er enthält weder eine Diagnose noch eine Aussage darüber, welche Behandlung für eine andere Person passend wäre.
Synonyme: andere Wörter für Arzt
Den fachlichen Hintergrund benennen
Mediziner nennt den medizinischen Ausbildungsbereich und kann je nach Zusammenhang auch eine noch studierende oder in der Forschung tätige Person bezeichnen. Arzt ist bei der beruflichen Eigenschaft genauer.
„Der Arzt behandelt in seiner Praxis.“ → „Der Mediziner behandelt in seiner Praxis.“
In diesem beruflichen Kontext können beide Wörter dieselbe Person meinen. Aus Mediziner im ersten Semester wird durch einen Wortwechsel dagegen kein bereits ausgebildeter Arzt.
Alltagssprache und Titel unterscheiden
Doktor · Doc
Doktor wird umgangssprachlich für einen Arzt gebraucht, Doc ist salopp. Ein akademischer Doktortitel ist jedoch eine andere Angabe als der Arztberuf.
„Am Namensschild der Praxis steht Arzt; ein akademischer Grad ist dort nicht angegeben.“
Die sichtbare Berufsangabe belegt im Beispiel keinen akademischen Grad. In einer sachlichen Personenbeschreibung sollte ein Titel nur genannt werden, wenn er tatsächlich feststeht; die umgangssprachliche Benennung ersetzt diesen Nachweis nicht.
Beispiele und Verwendung
Behandelnde und behandelte Rolle
„Der Arzt spricht mit einem Patienten über den Ablauf des Besuchs.“
Patient benennt die Person aus der Behandlungs- oder Betreuungsperspektive. Arzt nennt hier die berufliche Rolle. Über den Gesundheitszustand oder das Ergebnis des Gesprächs wird noch nichts ausgesagt.
Genus und allgemeinen Bezug unterscheiden
„In der Ausschreibung heißt es: Gesucht wird ein Arzt oder eine Ärztin für das Team.“
Arzt ist grammatisch maskulin, Ärztin feminin. Eine einzelne maskuline Form kann je nach Zusammenhang allgemein gemeint sein, lässt den beabsichtigten Personenbezug aber nicht immer eindeutig erkennen. Die ausdrückliche Nennung macht hier zwei Bezeichnungen sichtbar.
Umlaut im Plural
„Die Namen der Ärzte stehen auf dem Programm; die Veranstalter danken den Ärzten für ihre Beiträge.“
Ärzte hat einen Umlaut und die Pluralendung e. Im Dativ Plural kommt ein n hinzu: den Ärzten.
Grammatik und Beugung
Arzt ist maskulin. Der Genitiv lautet des Arztes, der gewöhnliche Dativ dem Arzt. Daneben ist dem Arzte als seltenere Form mit Dativ-e belegt. Im Plural steht die Ärzte, im Dativ den Ärzten. Das grammatische Genus ist vom tatsächlichen oder allgemein beabsichtigten Personenbezug zu unterscheiden. Die weibliche Bezeichnung ist Ärztin, Genitiv der Ärztin, Plural die Ärztinnen; sie ist keine Kasusform von Arzt.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Arzt | die Ärzte |
| Genitiv | des Arztes | der Ärzte |
| Dativ | dem Arzt; seltener dem Arzte | den Ärzten |
| Akkusativ | den Arzt | die Ärzte |
Schreibweise und Worttrennung
Arzt ist einsilbig und wird nicht getrennt. Die Mehrzahl wird Ärz·te getrennt. Die weibliche Bezeichnung hat die Trennung Ärz·tin, im Plural Ärz·tin·nen. Der Umlaut steht bei Ärztin bereits in der Grundform.
Redewendungen und feste Verbindungen
Bis der Arzt kommt
Die umgangssprachliche Wendung bedeutet, etwas ohne Begrenzung oder Einschränkung beziehungsweise bis zum Überdruss zu tun.
„Die Werbung verspricht Rätselspaß, bis der Arzt kommt.“
Gemeint ist im Beispiel eine übertreibende Werbeformulierung, kein wirklicher Arztbesuch. Die Wendung nennt keine sinnvolle Dauer einer Tätigkeit und ist keine gesundheitliche Empfehlung.
Wortfamilie und verwandte Wörter
Arztpraxis, Arztbrief und Arztbesuch nennen Orte oder Zusammenhänge der ärztlichen Tätigkeit. Ärztlich ist ein verwandtes Adjektiv. Der gleich geschriebene Familienname Arzt ist von der Berufsbezeichnung zu unterscheiden; Namensformen werden nicht in ihre Beugungstabelle übernommen.
