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Befürchtung

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Befürchtung
Worttrennung
Be·fürch·tung
Artikel
die Befürchtung
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Befürchtung
Plural
die Befürchtungen

Befürchtung ist ein feminines Substantiv. Der Plural erhält en. Er kann mehrere unterschiedliche erwartete Schwierigkeiten oder wiederholte Sorgen bezeichnen.

Formen und Verwendung im Detail

Befürchtung ist die Erwartung, dass etwas Unerwünschtes eintreten könnte. Sie kann begründet oder unbegründet sein. Eine Befürchtung ist deshalb weder ein Beweis für den befürchteten Verlauf noch automatisch ein Zeichen dauernder Ängstlichkeit.

Eine ungünstige Möglichkeit erwarten

Eine Befürchtung richtet sich auf etwas Unerwünschtes, das möglicherweise eintreten oder bereits unbemerkt eingetreten sein könnte. Wer eine Befürchtung äußert, beschreibt deshalb zunächst eine Erwartung und keine feststehende Tatsache.

Eine Befürchtung kann auf konkreten Hinweisen beruhen oder nur schwach begründet sein. Das Wort allein entscheidet darüber nicht. Die Formulierung „Ihre Befürchtung war berechtigt“ ergänzt eine Bewertung, die in „Sie hatte eine Befürchtung“ noch fehlt.

Auch die Stärke des Gefühls bleibt offen. Ein leiser Zweifel und große Angst sind nicht dasselbe. Befürchtung benennt vor allem den ungünstigen erwarteten Inhalt, während Angst das emotionale Erleben stärker hervorhebt.

Synonyme: Welches Wort passt?

AlternativeGeeigneter ZusammenhangUnterschied
Sorgeein möglicher ungünstiger VerlaufNahe; kann zusätzlich das anhaltende Sichkümmern oder Grübeln betonen.
Besorgniseine ernst formulierte BefürchtungHäufig formeller, stärker auf den beunruhigten Zustand gerichtet.
negative Erwartungdie angenommene EntwicklungSachlich erklärend, mit weniger Gefühlsbetonung.
ZweifelBefürchtung, dass etwas nicht gelingtBezeichnet Unsicherheit; muss nicht bereits eine negative Erwartung sein.

Eigene Beispiele: Erwartung bleibt Erwartung

Ausgangssatz: Mara äußerte die Befürchtung, dass der Aufbau länger dauern könnte.

Alternative: Mara sorgte sich, dass der Aufbau länger dauern könnte.

Die eigenen Sätze nennen denselben möglichen Verlauf. Die Alternative betont das persönliche Erleben. „Der Aufbau wird länger dauern“ wäre stärker, weil die Unsicherheit entfiele.

Eigene Beispiele: eine Befürchtung widerlegen

Ausgangssatz: Die Befürchtung einer beschädigten Lieferung bestätigte sich nicht.

Alternative: Die Sorge, die Lieferung könnte beschädigt sein, erwies sich als unbegründet.

Beide Sätze beschreiben eine spätere Entlastung. Das bedeutet nicht, dass die erste Erwartung absichtlich falsch oder unvernünftig war. Dafür müsste man die damaligen Hinweise kennen.

Die Befürchtung, die Befürchtungen

Befürchtung ist ein feminines Substantiv. Der Plural erhält en. Er kann mehrere unterschiedliche erwartete Schwierigkeiten oder wiederholte Sorgen bezeichnen.

Deklination von Befürchtung

Befürchtung ist ein feminines Substantiv. Der Plural erhält en. Er kann mehrere unterschiedliche erwartete Schwierigkeiten oder wiederholte Sorgen bezeichnen.

Befürchtung: Formen in den vier Fällen
FallSingularPlural
Nominativdie Befürchtungdie Befürchtungen
Genitivder Befürchtungder Befürchtungen
Dativder Befürchtungden Befürchtungen
Akkusativdie Befürchtungdie Befürchtungen

Der Inhalt lässt sich mit einem dass-Satz ausdrücken: die Befürchtung, dass die Zeit knapp wird. Bei gleichem gedachtem Handlungsträger ist auch eine Infinitivgruppe möglich: ihre Befürchtung, den Anschluss zu verpassen. Beide Ergänzungen werden durch ein Komma abgetrennt.

Befürchten und Befürchtung

Das Nomen gehört zum Verb befürchten. Es wird mit ü und der Endung ung geschrieben. In eine unbegründete Befürchtung bleibt das Adjektiv klein, das Nomen beginnt groß.

In einer Analyse genau zuordnen

Eine Befürchtung macht eine Person nicht automatisch grundsätzlich pessimistisch. Sie kann sich auf eine einzige Lage beziehen und bei neuen Informationen verschwinden.

Ein eigener Analysesatz lautet: „Die Figur befürchtet eine Verzögerung, weil ein wichtiges Teil fehlt; nach dessen Lieferung nimmt sie ihre Einschätzung zurück.“ Die Formulierung nennt Anlass, Inhalt und Veränderung. Sie beurteilt keine ganze Persönlichkeit anhand eines einzelnen Gedankens. Weitere Nomen stehen im Substantivwörterbuch.