Berechnung

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Berechnung
Worttrennung
Be·rech·nung
Artikel
die Berechnung
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Berechnung
Plural
die Berechnungen

Berechnung ist feminin: die Berechnung. Der Plural lautet Berechnungen. Bei konkreten Rechenvorgängen ist er üblich; die Wendung aus Berechnung steht gewöhnlich im Singular. Das zugrunde liegende Verb ist berechnen.

Formen und Verwendung im Detail

Berechnung: Rechnerisches Bestimmen eines Werts; je nach Zusammenhang auch das Ansetzen eines Preises oder eine auf den eigenen Nutzen gerichtete Absicht.

Rechnung, Ergebnis und eigennützige Absicht

Berechnung bezeichnet das rechnerische Bestimmen einer Größe und häufig auch den festgehaltenen Rechenweg oder dessen Ergebnis. Eine Berechnung lässt sich durchführen, überprüfen oder berichtigen. Welche dieser Perspektiven gemeint ist, ergibt sich aus dem jeweiligen Verb und Zusammenhang.

Bei der Berechnung eines Preises kann auch das Ansetzen oder Verlangen eines Betrags im Mittelpunkt stehen. „Ohne Berechnung“ bedeutet in einem passenden geschäftlichen Zusammenhang, dass dafür nichts berechnet wird. Es heißt nicht, dass niemand vorher über die Kosten nachgedacht hat.

Anders liegt der Fall bei „aus Berechnung handeln“: Hier wird eine bewusst auf den eigenen Nutzen gerichtete Absicht unterstellt. Die Formulierung bewertet das Motiv. Eine gut geplante Handlung ist für sich genommen noch kein Beweis für eine solche Berechnung.

Synonyme: Welche Alternative passt?

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AlternativePassender ZusammenhangUnterschied
Rechnungrechnerisches VerfahrenKann außerdem das Dokument mit einer Zahlungsforderung meinen; deshalb nicht überall eindeutig.
KalkulationPlanung von Kosten und AufwandBetont oft die vorausschauende wirtschaftliche Einschätzung.
ErmittlungBestimmung eines ErgebnissesNennt die Methode nicht; kann auch ohne Rechnen erfolgen.
Kalkülbewusste Überlegung zum eigenen VorgehenPasst zur Absichtsbedeutung, wirkt jedoch gehobener und muss nicht immer abwertend sein.

Was lässt sich ersetzen?

Eigener Beispielsatz: „In Jonas’ Berechnung fehlt die Breite des Rahmens.“

Zum Vergleich: „In Jonas’ Rechnung fehlt die Breite des Rahmens.“

Beide eigenen Sätze können denselben Rechenfehler benennen. „In Jonas’ Kalkül“ würde eher eine strategische Überlegung anklingen lassen und den sachlichen Vorgang verändern.

Eigener Beispielsatz: „Die Figur bietet ihre Hilfe aus Berechnung an.“

Zum Vergleich: „Die Figur bietet ihre Hilfe aus Eigennutz an.“

Die zweite Form nennt den persönlichen Nutzen unmittelbar. Die erste hebt zusätzlich nahegelegtes Abwägen hervor. Beide Aussagen brauchen einen Beleg für das Motiv, nicht bloß für die angebotene Hilfe.

In einer Charakterisierung begründen

Erfundene Beispielsituation: Eine Figur verspricht Unterstützung ausdrücklich nur dann, wenn sie dafür den besten Platz im Team erhält. Das kann die Deutung stützen, sie handle aus Berechnung. Bekommt sie erst später unerwartet einen Vorteil, reicht dieser Ausgang allein nicht aus. Die verwandte Eigenschaft berechnend verlangt dieselbe Trennung zwischen sichtbarem Verhalten und zugeschriebener Absicht.

Genus, Plural und Beugung

Berechnung ist feminin: die Berechnung. Der Plural lautet Berechnungen. Bei konkreten Rechenvorgängen ist er üblich; die Wendung aus Berechnung steht gewöhnlich im Singular. Das zugrunde liegende Verb ist berechnen.

Deklination von Berechnung

Berechnung ist feminin: die Berechnung. Der Plural lautet Berechnungen. Bei konkreten Rechenvorgängen ist er üblich; die Wendung aus Berechnung steht gewöhnlich im Singular. Das zugrunde liegende Verb ist berechnen.

Berechnung: Formen in den vier Fällen
FallSingularPlural
Nominativdie Berechnungdie Berechnungen
Genitivder Berechnungder Berechnungen
Dativder Berechnungden Berechnungen
Akkusativdie Berechnungdie Berechnungen

Weitere Nomen findest du im Substantivwörterbuch.