Brot
Form & Grammatik
- Stichwort
- Brot
- Worttrennung
- Brot
- Artikel
- das
- Geschlecht
- Neutrum
- Genitiv
- des Brots / des Brotes
- Plural
- die Brote (Laibe oder Scheiben)
Gebrauch: Nahrungsmittel als Stoff, Lebensunterhalt und Nahrung allgemein ohne Plural. Dativ Plural: den Broten; dem Brote heute selten.
Definition · kurz erklärt
Brot ist ein meist aus Mehl und weiteren Zutaten gebackenes Nahrungsmittel. Ein Brot kann einen ganzen Laib oder eine einzelne Scheibe bezeichnen. Bildlich steht das Wort auch für Nahrung allgemein und für den Lebensunterhalt.
Bedeutungen
Das gebackene Nahrungsmittel
Brot bezeichnet als Stoffname ein vor allem aus Mehl, Wasser und weiteren Zutaten gebackenes Nahrungsmittel. In dieser allgemeinen Betrachtung wird kein Plural verwendet.
„Zum Abendessen gibt es Brot und Gemüse.“
Der Satz nennt eine Art von Nahrung. Er zählt weder Laibe noch Scheiben.
Ein einzelner Laib
Ein Brot kann ein vollständiges Stück in seiner gebackenen Form bezeichnen. Solche Laibe lassen sich zählen.
„Die Bäckerei legt drei runde Brote ins Schaufenster.“
Die Zahl zählt Laibe. Sie nennt weder das Gewicht noch die Anzahl der daraus schneidbaren Scheiben.
Eine Scheibe Brot
Brot kann auch eine abgeschnittene Scheibe meinen, häufig mit einem Belag. Die Verwendung ergibt sich besonders beim Essen und Zubereiten.
„Für die Pause packt sie zwei belegte Brote ein.“
Hier sind zwei Scheiben beziehungsweise zubereitete Brotportionen gemeint, nicht zwei ganze Laibe.
Bildlich: Lebensunterhalt
Brot kann übertragen den Lebensunterhalt, Lohn oder Ertrag bezeichnen. In dieser Bedeutung wird kein Plural gebraucht.
„Mit dem Reparieren alter Fahrräder verdient er sein Brot.“
Das Einkommen wird bildlich über ein Grundnahrungsmittel beschrieben. Es muss nicht ausschließlich für Brot ausgegeben werden.
Bildlich: Nahrung allgemein
Als Bild kann Brot für Nahrung und das zum Leben Nötige insgesamt stehen. Auch diese Verwendung bleibt im Singular.
„Die Erzählung berichtet von Menschen, denen das tägliche Brot fehlt.“
Die Aussage betrifft die Versorgung mit Nahrung. Sie lässt sich nicht darauf beschränken, dass nur ein bestimmtes Backprodukt fehlt.
Synonyme: andere Wörter für Brot
Brot und Laib
Laib · Brotlaib
Laib bezeichnet die Form eines ganzen gebackenen Brotes, kann aber auch bei anderen Lebensmitteln vorkommen. Brotlaib ist eindeutig.
„Sie kauft ein Brot.“ → „Sie kauft einen Brotlaib.“
Die zweite Fassung stellt klar, dass ein ganzes Brot gemeint ist. Bei „zwei belegte Brote“ wäre derselbe Austausch meist falsch.
Brot, Scheibe und Stulle
Scheibe · Stulle · Schnitte
Scheibe nennt den abgeschnittenen Teil. Stulle und Schnitte werden regional oder umgangssprachlich für eine entsprechende Brotportion verwendet.
„Er nimmt ein belegtes Brot mit.“ → „Er nimmt eine belegte Stulle mit.“
Beide Sätze können dieselbe Portion meinen. Die zweite Fassung besitzt eine deutlichere regionale beziehungsweise alltägliche Färbung.
Beispiele und Verwendung
Frische und Stil
„Das Brot ist altbacken, die Gestaltung der Packung ebenfalls.“
Altbacken beschreibt beim Brot mangelnde Frische. Bei einer Gestaltung ist das Wort übertragen und bewertet sie als nicht zeitgemäß.
Wirkung auf den Appetit
„Die Kruste lässt das Brot appetitlich wirken.“
Appetitlich bezeichnet den ansprechenden Eindruck. Daraus folgt allein keine vollständige Aussage über die Beschaffenheit des Lebensmittels.
Grammatik und Beugung
Brot ist neutral. Der Genitiv lautet Brots oder Brotes. Für Laibe und Scheiben gibt es den Plural Brote, im Dativ Broten. Der Stoffname und die übertragenen Bedeutungen Lebensunterhalt und Nahrung allgemein bleiben im Singular. „Dem Brote“ ist heute eine seltene Dativform.
| Fall | Singular | Plural: Laibe/Scheiben |
|---|---|---|
| Nominativ | das Brot | die Brote |
| Genitiv | des Brots / des Brotes | der Brote |
| Dativ | dem Brot; selten: dem Brote | den Broten |
| Akkusativ | das Brot | die Brote |
Schreibweise und Worttrennung
Brot ist einsilbig; die Mehrzahl wird Bro·te getrennt. Die historische Schreibung Brod ist keine heutige Standardvariante. Brot wird auch in übertragenen Wendungen als Nomen großgeschrieben.
Redewendungen und feste Verbindungen
In Lohn und Brot stehen
Eine bezahlte Beschäftigung haben.
„Nach der Ausbildung stand er bald wieder in Lohn und Brot.“
Die Wendung klingt bildhaft und etwas traditionell. Sie nennt weder Beruf noch Höhe des Verdienstes.
Jemandem etwas aufs Brot schmieren
Umgangssprachlich: jemandem eine unangenehme Tatsache oder einen Fehler vorhalten.
„Sie wollte ihm den alten Irrtum nicht bei jeder Gelegenheit aufs Brot schmieren.“
Die Wendung bewertet das wiederholte Vorhalten. Ein tatsächliches Essen ist nicht gemeint.
Wie geschnitten Brot
Umgangssprachlich: sehr leicht und in großer Zahl verkauft werden.
„Die Eintrittskarten gingen weg wie geschnitten Brot.“
Die Wendung betont den schnellen Absatz. Sie ist keine genaue Verkaufsstatistik.
