Büfett

Büfett und Buffet sind zulässige Schreibweisen desselben Wortes. Gemeint sind häufig bereitgestellte Speisen, von denen sich Gäste selbst nehmen. Das Nomen kann außerdem einen Anrichteschrank bezeichnen. Es heißt das Büfett, im Plural die Büfetts.

Speisenangebot oder Möbelstück?

Bei einer Feier bezeichnet das Büfett die Anordnung verschiedener Speisen zur Selbstbedienung. Der Ausdruck kann das gesamte Angebot oder die Stelle meinen, an der die Speisen stehen. Ein warmes Büfett ist nicht zwingend eine beheizte Möbeloberfläche; die Beschreibung bezieht sich auf die Speisen.

In einem Text über eine ältere Wohnung kann ein Büfett ein Möbelstück sein, in dem Geschirr und Tischwäsche aufbewahrt werden. Häufig gehört eine Fläche zum Anrichten dazu. Ein Satz wie „Die Schüssel steht auf dem Büfett“ benötigt daher den Zusammenhang, um Möbel und Speisenausgabe sicher zu unterscheiden.

Büfett oder Buffet?

Beide Schreibungen sind korrekt: Büfett mit ü, einfachem f und doppeltem t; Buffet mit u, doppeltem f und einfachem t. Die Formen mischen ihre Buchstaben nicht beliebig. Für einen zusammenhängenden Text ist eine einheitliche Variante angenehm zu lesen.

Das Wort ist aus dem Französischen übernommen. Die französisch aussehende Schreibung Buffet und die eingedeutschte Schreibung Büfett begründen keine unterschiedliche Bedeutung. Ein „Buffet“ ist daher nicht automatisch vornehmer als ein „Büfett“.

Genus und Deklination

Beide Varianten sind sächlich. Der Genitiv und der Plural erhalten -s. Im Dativ Plural wird kein zusätzliches n angefügt: an den Büfetts, ebenso an den Buffets.

FallSingularPlural
Nominativdas Büfettdie Büfetts
Genitivdes Büfettsder Büfetts
Dativdem Büfettden Büfetts
Akkusativdas Büfettdie Büfetts

Drei eigene Beispiele mit Erklärung

„Zum Mittagessen ist im Nebenraum ein kaltes Büfett aufgebaut.“
Der Hinweis beschreibt die angebotenen Speisen. Er sagt noch nichts über einzelne Zutaten aus.

„Für die beiden Feiern werden getrennte Büfetts vorbereitet.“
Der Plural bezeichnet zwei eigenständige Angebote oder Aufbauten.

„Im alten Büfett bewahrt die Familie ihre großen Servierplatten auf.“
Hier geht es um das Möbelstück. Das Verb aufbewahren macht diese Lesart plausibel.

Büfett, Menü und Imbiss unterscheiden

Ein Menü bezeichnet gewöhnlich eine Zusammenstellung von Gerichten in einer Folge. Ein Büfett beschreibt stärker die Art des Angebots und der Selbstbedienung. Ein Imbiss kann eine kleinere Mahlzeit sein und setzt kein Büfett voraus.

In einer Einladung helfen konkrete Angaben mehr als das Wort allein: „Ab 18 Uhr steht ein Büfett mit warmen und kalten Gerichten bereit.“ Wenn besondere Ernährungswünsche berücksichtigt werden sollen, sollte die Mitteilung den Umfang der angebotenen Auswahl benennen. Das Wort Büfett enthält dazu keine Zusage. Eine anschauliche Beschreibung vermeidet außerdem, die bloße Fülle von Speisen mit hoher Qualität gleichzusetzen.

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