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Confiseur

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Confiseur
Worttrennung
Con·fi·seur
Artikel
der
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Confiseurs
Plural
die Confiseure

Besonders schweizerische Berufsbezeichnung. Die feminine Form heißt Confiseurin. Dativ Plural: den Confiseuren.

Formen und Verwendung im Detail

Ein Confiseur stellt feine Süßwaren her. Dazu können Pralinen, Schokoladenerzeugnisse und andere Arbeiten aus Zucker gehören. Eine Frau in dieser Tätigkeit heißt Confiseurin. Das Wort begegnet besonders im Zusammenhang mit dem Konditorei- und Confiseriehandwerk.

Die Herstellung steht im Mittelpunkt

Die Bezeichnung meint eine handwerklich tätige Person, nicht einfach jemanden, der gern Süßigkeiten isst oder sie verkauft. Bei einer Tätigkeitsbeschreibung können etwa das Formen, Füllen, Überziehen und Gestalten süßer Erzeugnisse im Mittelpunkt stehen.

Welche Arbeiten eine Person tatsächlich übernimmt, hängt vom Betrieb und ihrem Arbeitsbereich ab. Ein Confiseur muss nicht ausschließlich mit Schokolade arbeiten. Ebenso wäre es zu eng, jede Tätigkeit eines Konditors auf Pralinenherstellung zu reduzieren.

Für einen verständlichen Text lohnt es sich, den Gegenstand der Arbeit zu nennen. „Die Confiseurin gestaltete die Schokoladenblätter für die Dekoration“ erklärt mehr als die bloße Berufsbezeichnung. Die Confiserie kann dabei den Betrieb oder dessen feine Süßwaren bezeichnen.

Confiseur, Konditor oder Zuckerbäcker?

AlternativeEinordnung
KonditorIn passenden Zusammenhängen ähnlich, aber mit einem breiteren möglichen Sortiment.
ZuckerbäckerEine traditionell wirkende Bezeichnung, deren Gebrauch zum Text passen muss.
SüßwarenherstellerVerständliche Umschreibung, die auch industriell tätige Unternehmen bezeichnen kann.

Zwei erklärte Satzvergleiche

Eigene Beispiele: „Der Confiseur füllte die Pralinen mit einer vorbereiteten Creme.“ – „Der Konditor füllte die Pralinen mit einer vorbereiteten Creme.“ Beide Bezeichnungen können in diesem Arbeitszusammenhang auf dieselbe Person passen. Daraus folgt nicht, dass sämtliche Tätigkeitsbereiche identisch sind.

„Die Confiseurin fertigte die süßen Figuren an.“ – „Die Verkäuferin legte die fertigen Figuren in die Auslage.“ Der erste Satz beschreibt Herstellung, der zweite Verkaufsvorbereitung. Eine Person kann beides tun; die Wörter benennen dennoch unterschiedliche Aufgaben.

Formen im Überblick

Deklination von ConfiseurDie vier Fälle

Besonders schweizerisch. Gemeint ist eine beruflich tätige Person, nicht die Confiserie-Ware oder das Geschäft.

Beugung von Confiseur
FallSingularPlural
Nominativder Confiseurdie Confiseure
Genitivdes Confiseursder Confiseure
Dativdem Confiseurden Confiseuren
Akkusativden Confiseurdie Confiseure
Artikelder Confiseur
Genitivdes Confiseurs
Pluraldie Confiseure; Dativ: den Confiseuren
Weibliche Formendie Confiseurin; die Confiseurinnen

Daneben stehen die Schreibungen Konfiseur und Konfiseurin. Eine Gestaltung kann künstlerisch wirken; das ist eine Beschreibung der Arbeit und keine zusätzliche Berufsbezeichnung.