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Dasein

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Dasein
Worttrennung
Da·sein
Artikel
das
Geschlecht
Neutrum
Genitiv
des Daseins
Plural
kein Plural

Gebrauch: Substantiv; ohne Plural; von der Verbverbindung da sein unterscheiden

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Das Dasein ist die Existenz oder das Leben eines Wesens. Das Wort kann auch dessen Lebensweise bezeichnen und klingt häufig nachdenklich, gehoben oder philosophisch.

Bedeutungen

Existenz und Leben

Dasein kann das bloße Existieren ebenso wie das gelebte Leben in seinen Bedingungen meinen. In literarischen Texten lenkt es den Blick häufig auf die Frage, wie jemand lebt und welchen Sinn die Figur darin sieht.

„Die Erzählung beschreibt ein einsames Dasein am Rand der Stadt.“

Einsam kennzeichnet die Lebensweise. Das Wort Dasein allein bedeutet nicht zwangsläufig Einsamkeit.

Seltener: das Anwesendsein

Dasein kann auch die Tatsache meinen, dass jemand anwesend ist. Im heutigen Alltag ist dafür oft Anwesenheit oder die verbale Form da sein klarer. Diese Verwendung ist von einer umfassenden Aussage über das Leben zu unterscheiden.

„Sein stilles Dasein beruhigte die anderen.“

Der Satz kann seine bloße Gegenwart hervorheben. Der weitere Zusammenhang entscheidet über die genaue Lesart.

Dasein: Synonyme und andere Wörter

Beim Leben

Existenz · Leben

Existenz kann sachlicher oder abstrakter wirken. Leben ist das gewöhnlichere und weitere Wort. Dasein betont oft die Bedingungen oder das Empfinden des Lebens.

„Ein karges Dasein führen“ richtet den Blick auf Lebensumstände; „am Leben sein“ zunächst auf die Tatsache des Lebens.

Bei der Gegenwart

Anwesenheit · Gegenwart

Anwesenheit benennt unmittelbar, dass eine Person vor Ort ist. Gegenwart kann ebenfalls die bloße Präsenz meinen, hat aber auch eine Zeitbedeutung. Dasein wirkt in diesem Sinn stärker stilistisch gefärbt.

„Ihre Anwesenheit half ihm“ ist meist eindeutiger als „Ihr Dasein half ihm“.

Beispiele und Verwendung

„Der Roman fragt nach dem Sinn des menschlichen Daseins.“

Der Genitiv bezieht sich auf Leben und Existenz insgesamt. Eine bestimmte philosophische Theorie ist durch die Formulierung noch nicht festgelegt.

„Danke, dass du da bist.“

Hier steht die verbale Verbindung da sein: da und sein werden getrennt geschrieben. Das substantivierte Dasein wird dagegen zusammen und groß geschrieben.

Grammatik und Beugung

Dasein ist ein neutrales Substantiv und wird in den hier erläuterten Bedeutungen ohne Plural verwendet. Der Genitiv lautet des Daseins. Im Dativ steht dem Dasein. Davon zu unterscheiden ist die getrennt geschriebene Verbverbindung da sein: „Wir werden da sein.“ Die Großschreibung und Zusammenschreibung kennzeichnen das Substantiv.

Deklination von Dasein
FallSingular
Nominativdas Dasein
Genitivdes Daseins
Dativdem Dasein
Akkusativdas Dasein