Meine Wörter

Deckung

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Deckung
Worttrennung
De·ckung
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Deckung
Plural
die Deckungen

Gebrauch: Plural Deckungen selten.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Deckung kann eine bedeckende Schicht, Schutz, die Bereitstellung nötiger Mittel oder die Übereinstimmung von Formen und Auffassungen bezeichnen. Im Sport sind eine Schutzhandlung und die verteidigenden Spieler zu unterscheiden. Der Plural Deckungen ist selten.

Bedeutungen

Eine bedeckende Schicht

Die Deckung kann die Schicht bezeichnen, die etwas bedeckt oder überzieht, etwa ein Dachmaterial. Die konkrete Zusammensetzung muss zusätzlich genannt werden.

„Die alte Scheune besitzt noch eine Deckung aus Stroh.“

Das Stroh bildet die bedeckende Schicht. Gemeint ist keine Versicherung gegen Schäden.

Das Schützen und Abschirmen

Deckung kann die schützende Tätigkeit bezeichnen. Im Militär, beim Boxen oder im Schach richtet sie sich jeweils auf eine andere Art von Angriff.

„Beim Schach vernachlässigt die Figur die Deckung ihres Turms.“

Der Turm wird nicht ausreichend durch eine eigene Figur geschützt. Es geht nicht um eine Schicht auf seiner Oberfläche.

Ein Schutz oder schützender Ort

Deckung kann das bezeichnen, was vor Sicht oder Angriff schützt. Im Sport kann das Wort außerdem die schützende Haltung beziehungsweise die deckenden Arme meinen.

„Die hohe Mauer bot den Figuren Deckung vor den Blicken der Verfolger.“

Die Mauer verhindert hier das Gesehenwerden. Ob sie anderen Gefahren standhält, ist damit nicht gesagt.

Das Verheimlichen einer ungesetzlichen Handlung

Deckung kann das Verbergen oder Abschirmen einer ungesetzlichen Handlung bezeichnen. Das Wort sagt dabei noch nicht, wie diese Verheimlichung erfolgt.

„Der Bericht wirft der Leitung die Deckung der rechtswidrigen Festnahme vor.“

Wiedergegeben wird ein Vorwurf der Verheimlichung. Seine tatsächliche Berechtigung muss belegt werden.

Die Bereitstellung benötigter Mittel

Deckung eines Bedarfs bedeutet, dass die dafür nötigen Mittel oder Waren bereitgestellt werden. Die benötigte Menge muss aus dem Zusammenhang hervorgehen.

„Die zusätzliche Lieferung dient der Deckung des Papierbedarfs.“

Es soll genügend Papier vorhanden sein. Eine einzelne schützende Papierschicht ist nicht gemeint.

Finanzielle Absicherung

In der Kaufmannssprache ist Deckung die vorhandene Sicherheit oder ein entsprechender Gegenwert, etwa bei einer Zahlung. Der Fachausdruck benennt nicht automatisch eine bestimmte Zahlungszusage.

„Der Text beschreibt einen Scheck ohne ausreichende Deckung.“

Der nötige Gegenwert ist nicht hinreichend vorhanden. Welche Folgen das im Einzelfall hat, erklärt der Satz nicht.

Das Begleichen von Kosten oder Schäden

Deckung kann das Aufkommen für Kosten, Schulden oder einen Schaden bezeichnen. Ob eine Versicherung einen konkreten Fall übernimmt, hängt von den jeweiligen Voraussetzungen ab.

„Die Einnahmen reichen zur Deckung der Veranstaltungskosten.“

Die Kosten können mit den Einnahmen beglichen werden. Ein Überschuss wird nicht behauptet.

Übereinstimmung

Deckung kann das passende Übereinanderliegen von Formen oder die Übereinstimmung von Vorstellungen bezeichnen. Eine räumliche oder gedankliche Passung muss jeweils aus dem Zusammenhang hervorgehen.

„Die beiden ausgeschnittenen Formen lassen sich genau zur Deckung bringen.“

Ihre Umrisse passen übereinander. Die Aussage betrifft keine finanzielle Sicherheit.

Sport: einen Gegner abschirmen

In Mannschaftssportarten kann Deckung die Aufgabe bezeichnen, einen gegnerischen Spieler oder Raum so abzuschirmen, dass dessen Spiel erschwert wird.

„Nach der Pause übernimmt sie die Deckung der gegnerischen Spielmacherin.“

Genannt ist ihre Verteidigungsaufgabe. Sie bedeckt die Spielerin nicht mit einem Gegenstand.

Sport: die Verteidigung als Gruppe

Die deckenden Spieler einer Mannschaft können zusammen als Deckung bezeichnet werden. Das Wort benennt dann die beteiligte Gruppe statt nur die einzelne Aufgabe.

„Die Deckung der Heimmannschaft spielte in der zweiten Hälfte konzentriert.“

Gemeint sind die verteidigenden Spieler. Eine bauliche Schutzschicht ist nicht bezeichnet.

Tierhaltung: das Decken und Gedecktwerden

Bei bestimmten Haustieren kann Deckung die Begattung beziehungsweise das Gedecktwerden bezeichnen. Diese Fachverwendung gehört zur Tierhaltung und Zucht.

„Der Zuchtbericht nennt den Zeitpunkt der Deckung der Stute.“

Gemeint ist der Fortpflanzungsvorgang. Eine schützende Decke auf dem Tier wird nicht beschrieben.

Deckung: Synonyme und andere Wörter

Bei Schutz

Abschirmung · Schutz · schützender Ort

Abschirmung kann die Tätigkeit oder ihre Wirkung betonen. Ein schützender Ort passt zur räumlichen Deckung. Nicht jede Deckung bezeichnet einen Schutz vor jeder Gefahr.

„Der Vorhang bietet Deckung vor Blicken“ sagt nichts über einen Schutz vor körperlichen Angriffen.

Bei Mitteln oder Passung

Bereitstellung · Absicherung · Begleichung · Übereinstimmung

Die Wörter gehören zu verschiedenen Lesarten. Begleichung passt zu Kosten, Übereinstimmung zu Formen oder Standpunkten. Eine einzige Ersatzliste ohne Zusammenhang wäre irreführend.

„Deckung der Kosten“ lässt sich als „Begleichung der Kosten“ erklären; „Deckung der Formen“ dagegen nicht.

Beispiele und Verwendung

„Die Haushaltsplanung berücksichtigt die Deckung der laufenden Ausgaben.“

Hier geht es um die verfügbaren Mittel für Ausgaben.

„Die Erzählung schildert, wie die Figur hinter dem Wagen Deckung sucht.“

Der Wagen wird als schützender Ort benutzt. Die genaue Schutzwirkung muss aus der Szene hervorgehen.

Grammatik und Beugung

Das feminine Nomen hat die Formen die Deckung – der Deckung – die Deckungen. Der Plural ist selten. Viele Gebrauchsweisen bezeichnen eine Tätigkeit, einen Zustand oder eine Absicherung im Singular.

Wenn mehrere einzelne Deckungen gemeint sind, bleibt das -en in allen Pluralfällen erhalten: der Deckungen, den Deckungen. Die Worttrennung ist De·ckung.

In Deckung gehen nennt mit Akkusativ ein Ziel; in Deckung bleiben beschreibt mit Dativ einen Zustand beziehungsweise Ort. Die Substantivform Deckung bleibt dabei gleich; der Satzbau zeigt den Fall.

Deklination von Deckung
FallSingularPlural
Nominativdie Deckungdie Deckungen
Genitivder Deckungder Deckungen
Dativder Deckungden Deckungen
Akkusativdie Deckungdie Deckungen

Redewendungen und feste Verbindungen

In Deckung gehen

Wörtlich bedeutet die Verbindung, einen schützenden Ort aufzusuchen. Bildlich kann sie beschreiben, dass jemand einer Auseinandersetzung ausweicht oder sich ihr entzieht.

„Als die Kritik begann, ging die Figur in Deckung und äußerte sich nicht mehr.“

Die Figur entzieht sich der Diskussion. Ein militärischer Schutzraum ist in dieser Übertragung nicht gemeint.

Zur Deckung bringen

Formen können passend übereinandergelegt werden; Standpunkte können in Übereinstimmung gebracht werden. Der Zusammenhang unterscheidet räumliche Passung und gedankliche Verständigung.

„Im Gespräch gelang es ihnen, ihre Vorstellungen zur Deckung zu bringen.“

Die Vorstellungen werden aufeinander abgestimmt. Eine finanzielle Zahlung ist nicht bezeichnet.