Duft
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Duft
- Worttrennung
- Duft
- Artikel
- der Duft
- Geschlecht
- Maskulinum
- Genitiv
- des Dufts / des Duftes
- Plural
- die Düfte
Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.
Duft ist ein meist angenehm empfundener Geruch. Das Wort kann eine wahrgenommene Geruchsnote, deren Verbreitung oder auch eine bestimmte Parfümkomposition bezeichnen. Anders als das neutrale Wort Geruch enthält Duft gewöhnlich eine positive Färbung.
Wahrnehmung und Bewertung
Blüten, frisches Brot und Gewürze können einen Duft verbreiten. Welcher Geruch angenehm ist, hängt jedoch auch von der wahrnehmenden Person und der Stärke ab. Ein grundsätzlich angenehmer Duft kann in hoher Konzentration aufdringlich wirken. „Intensiver Duft“ ist deshalb nicht automatisch ein Lob.
Das Wort Aroma überschneidet sich mit Duft, besonders bei Speisen und Getränken. Es kann aber den gesamten Geruchs- und Geschmackseindruck betreffen. Parfüm bezeichnet dagegen meist ein Produkt oder eine Duftmischung. Der Duft ist dann das, was wahrgenommen wird, nicht unbedingt die Flüssigkeit selbst.
Geruchswörter vergleichen
| Wort | Schwerpunkt | Unterschied |
|---|---|---|
| Geruch | Wahrnehmung mit der Nase | Neutral; auch unangenehme Gerüche eingeschlossen. |
| Aroma | Charakteristischer Sinneseindruck | Kann zusätzlich Geschmack betreffen. |
| Duftnote | Bestimmte Komponente eines Dufts | Nur ein Teil des Gesamteindrucks möglich. |
| Wohlgeruch | Angenehmer Geruch | Betont die positive Bewertung ausdrücklich. |
| Parfüm | Duftprodukt oder Komposition | Nicht jeder Duft stammt von einem Parfüm. |
Zwei Satzpaare mit Erklärung
„Der Duft des Brotes zieht durch die Küche.“ – „Der Geruch des Brotes zieht durch die Küche.“ Die zweite Fassung bleibt neutraler. Duft legt nahe, dass die Wahrnehmung angenehm ist oder die Szene entsprechend wirken soll.
„Sie erkennt eine zitronige Duftnote.“ – „Sie erkennt ein zitroniges Parfüm.“ Die erste Aussage kann eine einzelne Komponente beschreiben. Die zweite ordnet den Eindruck einem gesamten Duftprodukt zu. Ein Teilmerkmal wird damit zu einer umfassenderen Einordnung.
Singular und Plural
Es heißt der Duft, des Dufts oder des Duftes, im Plural die Düfte. Im Dativ Plural lautet die Form den Düften. Der Umlaut erscheint nur im Plural. Das zugehörige Verb ist duften; ein entsprechendes Partizip lautet duftend.
Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.
Deklination von DuftDie vier Fälle
Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener. In festen Wendungen und je nach Textstil kann sie weiterhin passen.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Duft | die Düfte |
| Genitiv | des Dufts / des Duftes | der Düfte |
| Dativ | dem Duft / dem Dufte | den Düften |
| Akkusativ | den Duft | die Düfte |
Anschaulich beschreiben
Eine präzise Beschreibung nennt Quelle, Charakter und Wirkung des Dufts. „Der süßliche Duft der Blüten erinnert sie an den Garten“ verbindet Sinneseindruck und Erinnerung. Vermeide dabei lange Reihen austauschbarer positiver Adjektive. Ein einzelnes treffendes Merkmal kann eine Szene stärker prägen als die pauschale Behauptung, etwas rieche sehr schön.
