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Dusche

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Dusche
Worttrennung
Du·sche
Artikel
die Dusche
Geschlecht
feminin
Genitiv
der Dusche
Plural
die Duschen

Gebrauch: Vorrichtung zum Duschen, Vorgang des Duschens oder ein entsprechender Raum. Die bildliche kalte Dusche meint umgangssprachlich Ernüchterung oder Enttäuschung.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Eine Dusche kann die Vorrichtung zum Duschen, den Waschvorgang oder einen dafür eingerichteten Raum bezeichnen. Eine kalte Dusche kann außerdem bildlich eine Ernüchterung sein. Es heißt der Dusche und im Plural die Duschen.

Bedeutungen

Eine Vorrichtung zum Duschen

Die Dusche ist eine Einrichtung, bei der Wasser aus einem Duschkopf auf den Körper gelangt. Der Kopf kann fest angebracht oder beweglich sein. Je nach Bauform gehören weitere Teile zur Einrichtung.

„Die Handwerkerin befestigt den neuen Duschkopf und prüft die Dusche.“

Hier geht es um die technische Einrichtung. Das Wort legt nicht Temperatur, Wasserdruck oder ein bestimmtes Reinigungsmittel fest.

Der Vorgang des Duschens

Dusche bezeichnet auch das Duschen selbst. Wer eine Dusche nimmt, führt den Waschvorgang aus oder lässt das Wasser auf den Körper gelangen.

„Nach dem langen Tag freut sich Jan auf eine warme Dusche.“

In diesem Satz ist die Handlung gemeint, nicht der Kauf oder der Einbau eines Geräts. Die Temperatur wird durch warme ergänzt und gehört nicht zur Grundbedeutung.

Ein Raum mit einer Duscheinrichtung

Dusche kann außerdem einen Raum bezeichnen, der zum Duschen eingerichtet ist. Duschbad ist dafür eine entsprechende Benennung.

„Neben der Umkleide liegt eine Dusche, die als eigener Raum ausgewiesen ist.“

Hier steht der räumliche Bereich im Vordergrund. Aus der Bezeichnung allein folgt nicht, wie groß er ist oder welche anderen Einrichtungen vorhanden sind.

Synonyme: andere Wörter für Dusche

Beim Bauteil: Duschkopf oder Brausekopf

Duschkopf · Brausekopf

Diese Wörter benennen den Teil, aus dem das Wasser austritt. Wenn Dusche die ganze Einrichtung meint, kann der Austausch zu eng sein.

„Der Duschkopf ist neu.“ → „Der Brausekopf ist neu.“

Beide Sätze können dasselbe Bauteil meinen. Eine Aussage über eine neue Dusche kann dagegen auch eine weitergehende Erneuerung der Einrichtung betreffen.

Beim Vorgang: duschen oder ein Duschbad nehmen

duschen · ein Duschbad nehmen

Eine Umformulierung mit dem Verb macht die Handlung deutlich. Ein Duschbad nehmen kann ebenfalls den Waschvorgang bezeichnen.

„Sie nimmt eine Dusche.“ → „Sie duscht.“

Der Vorgang bleibt im Wesentlichen gleich. Bei der räumlichen Bedeutung Die Dusche liegt neben der Umkleide passt der Austausch nicht.

Beim Raum: Duschbad

Duschbad · Raum zum Duschen

Duschbad kann einen Raum mit einer Duscheinrichtung benennen. Die erklärende Umschreibung Raum zum Duschen hilft, die Raumlesart vom Gerät und vom Vorgang abzugrenzen.

„Der Plan zeigt hier eine Dusche.“ → „Der Plan zeigt hier einen Raum zum Duschen.“

Der zweite Satz macht die räumliche Deutung ausdrücklich. Ob der Plan im ersten Satz tatsächlich einen Raum oder nur ein Gerät markiert, muss aus ihm hervorgehen.

Beispiele und Verwendung

Einrichten und benutzen unterscheiden

„Die Dusche wird am Montag eingebaut und am Dienstag erstmals benutzt.“

Eingebaut legt die Vorrichtung nahe. Das Benutzen ist die Handlung, für die dieselbe Bezeichnung in einem anderen Satz ebenfalls stehen kann.

Die kalte Dusche kann wörtlich sein

„Nach dem Lauf stellt sich Ben kurz unter die kalte Dusche.“

In dieser Szene ist tatsächlich kühles Wasser gemeint. Ohne weiteren Zusammenhang ist die Wortfolge nicht automatisch eine bildliche Wendung.

Der Dativ Plural endet schon auf n

„Vor den Duschen warten die nächsten Besucher.“

Den Duschen ist Dativ Plural. An die vorhandene Pluralendung wird kein weiteres n angefügt.

Grammatik und Beugung

Dusche ist feminin. Die Singularform bleibt in allen vier Fällen Dusche, die Pluralform lautet Duschen. Das gilt für die beschriebenen Bedeutungen von Vorrichtung, Vorgang und Raum. In sie dusche kann die kleingeschriebene Form dagegen zum Verb duschen gehören; das ist eine andere grammatische Einordnung.

Dusche in den vier Fällen
FallSingularPlural
Nominativdie Duschedie Duschen
Genitivder Duscheder Duschen
Dativder Duscheden Duschen
Akkusativdie Duschedie Duschen

Schreibweise und Worttrennung

Die Worttrennung lautet Du·sche, im Plural Du·schen. Als Nomen wird Dusche großgeschrieben. Eine kleine Form wie dusche ist in einem passenden Satz eine Verbform und nicht eine andere Schreibung des Substantivs.

Redewendungen und feste Verbindungen

Eine kalte Dusche sein oder wie eine kalte Dusche wirken

Etwas ist für jemanden ernüchternd oder enttäuschend und beendet etwa eine optimistische Erwartung.

„Die Ablehnung ihres lange vorbereiteten Antrags wirkt auf die Gruppe wie eine kalte Dusche.“

Umgangssprachlich und bildhaft. Im Beispiel fließt kein Wasser; der Satz beschreibt die enttäuschende Wirkung einer Nachricht.

Wortfamilie und verwandte Wörter

Duschkopf, Duschkabine, Duschvorhang und Duschwanne gehören zur Einrichtung. Das Verb abduschen beschreibt eine Handlung mit Wasser. Die Personenrollen dieser Handlung erzeugen keine weiblichen oder männlichen Formen des Sachnomens Dusche.